S.E. Abdullah Gül, Präsident der Republik Türkei

„Europa darf in den Fragen, die die ganze Welt betreffen, nicht als „orientierungsloser Spieler“ auftreten, sondern muss eine Führungsrolle übernehmen. Und um dies umzusetzen, muss die EU zugleich eine starke Vision entwickeln.“

Am 19. September 2011 sprach der Präsident der Republik Türkei, S.E. Abdullah Gül zum Thema „Die Türkisch-Deutschen Beziehungen vom Deutschen Bund zur Europäischen Union” und beehrte das Walter Hallstein-Institut mit einer Humboldt-Rede zu Europa.

Gül startet seine Rede mit einem Ritt durch die Geschichte der deutsch-türkischen Beziehung: vom 19. Jahrhundert als Beginn einer neuen Ära für diese Beziehung, über die Fertigstellung der ersten Eisenbahnlinie zwischen beiden Nationen hin zum Kalten Krieg, der die Schicksalsgemeinschaft auf die Probe gestellt habe. Nach den Krisen solle das 21. Jahrhundert eine Zeit der Integration sein, wofür die Europäische Union ein Beispiel sein könne.  Deutschland und die Türkei, sowie deren bilaterale Beziehung könnten hierbei, unter der Voraussetzung eines türkischen EU-Beitritts, einen entscheidenden Faktor zur Weiterentwicklung der Union und einer stetigen europäischen Integration bilden.

Im Anschluss an die Rede konnte das Publikum dem Präsidenten Fragen stellen und in einen Austausch mit ihm treten.

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Humboldt-Reden