Die HU unterstützt Frauen individuell und strukturell auf ihrem Karriereweg: Stellen- und Qualifizierungsprogramme, Stipendien und Preise fördern Frauen auf allen Karrierestufen und aller Mitgliedergruppen in ihrer individuellen Laufbahn. Gleichzeitig zielen die Maßnahmen auch auf strukturelle Veränderungen ab: Sie machen die Leistungen von Wissenschaftlerinnen sichtbarer und verändern Fachkulturen, indem sie mehr Frauen in Führungspositionen bringen.
Nachfolgend finden Sie alle im Zentrum verantworteten Fördermaßnahmen nach Zielgruppen sortiert. Informationen zu weiteren Empowerment- und Qualifizierungsprogrammen für Frauen an der HU sowie Angeboten der Berlin University Alliance (BUA) finden Sie auf der zugehörigen Themenseite.

Fördermaßnahmen im Überblick
Für Doktorandinnen
Promovendinnen der HU können sich um ein Abschlussstipendium für maximal sechs Monate aus Mitteln des Gleichstellungsfonds bewerben. Stipendien werden in der Regel zweimal jährlich ausgeschrieben.
Lehraufträge ermöglichen Doktorandinnen und Postdoktorandinnen, wertvolle Lehrerfahrungen zu sammeln, die für eine wissenschaftliche Karriere unabdingbar sind. Zugleich dienen sie der Förderung der Gender Studies an der HU.
Für Postdoktorandinnen
Über das Postdoktorandinnen-Programm „PostDocPro“ kann eine halbe bis volle Stelle über einen Zeitraum von 12 bis maximal 15 Monaten beantragt werden. Die Förderung ermöglicht einer Postdoktorandin, ein Forschungsvorhaben vor allem im MINT-Bereich oder in den Gender durchzuführen und einen Drittmittelantrag vorzubereiten.
Mit einer Gastprofessur, beziehungsweise -dozentur werden exzellente Postdoktorandinnen vor allem im MINT-Bereich und in den Gender Studies gefördert. Sie dienen der Qualifizierung und Professionalisierung auf dem Weg zur Professur.
Fächer mit geringem Frauenanteil auf der Ebene von Professuren und Juniorprofessuren haben Gelegenheit, sich bei der Kommission für Frauenförderung (KFF) um die Bewilligung einer solchen Professur aus dem W-Stellenprogramm zu bewerben. Voraussetzung ist die Zusicherung der Fakultät/des Instituts, dass die Stelle seitens der beantragenden Einrichtung mit einem Tenure Track versehen wird.
Der mit 15.000 Euro dotierte Caroline von Humboldt-Preis (CvH-Preis) wird jährlich an eine exzellente Wissenschaftlerin aus dem In- oder Ausland vergeben. Professorinnen aus einer universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtung aus dem In- oder Ausland können sie für diesen renommierten Preis vorschlagen.
Der CvH-Preis ist die erste Auszeichnung an der HU, die ausschließlich an Frauen vergeben wird. Der Preis richtet sich an Wissenschaftlerinnen, deren Promotion nicht länger als sieben Jahre zurückliegt und die keine ordentliche Professur innehaben. Mit dem Preisgeld soll der Preisträgerin die Durchführung eines Forschungsprojekts im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an der HU ermöglicht werden.
Themenfeld Geschlechtergerechtigkeit & Gleichstellung
Für Professorinnen
Mit dem Leadership-Programm erhalten Professorinnen der Berlin University Alliance die Möglichkeit, ihre Führungskompetenzen zu stärken und ihr professionelles Netzwerk auszubauen. Im Mittelpunkt des einjährigen Programms stehen Workshops zu „Führung in der Wissenschaft“, eine Führungsstilanalyse mit Einzelcoaching sowie Netzwerkveranstaltungen. Jährlich stehen zwölf Plätze zur Verfügung, die paritätisch an Angehörige der Verbundpartner vergeben werden.
Das Leadership-Programm für Professorinnen ist ein Flagschiffprogramm der Berlin Leadership Academy.
Caroline Kunert
Die Caroline von Humboldt-Professur wird jährlich an eine Professorin der Humboldt-Universität vergeben. Die Nominierung für die Professur erfolgt entweder durch die Dekan*innen, die Institutsdirektor*innen oder weitere Mitglieder der HU.
Die renommierte Namensprofessur ist mit 80.000 Euro dotiert. Mit ihr wird die öffentliche und internationale Sichtbarkeit der ausgezeichneten Professorin erhöht.
Themenfeld Geschlechtergerechtigkeit & Gleichstellung
Dazu gehören unter anderem vorgezogene Nachfolgeberufungen, die auf Antrag aus den Fakultäten und Instituten über das Berliner Chancengleichheitsprogramm (BCP) oder über das W-Stellenprogramm realisiert werden können. Unbefristet beschäftigte Professorinnen können sich außerdem um zusätzliche personelle Ausstattung bewerben, etwa in Form einer studentischen Mitarbeiter*innenstelle bei erhöhter Gremientätigkeit oder einer befristeten Postdoc-Stelle zwecks Erarbeitung eines Drittmittelantrags.
Dezentrale Frauenfördermittel
Neben den genannten zentralen Instrumenten verfügen auch die Fakultäten und Institute der HU über eigene Frauenfördermittel. Diese werden über dezentrale Gleichstellungskommissionen vergeben und unterliegen jeweils eigenen Vergaberichtlinien. Weitere Informationen erhalten Sie über die zuständigen dezentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.
