Die HU als Universität hat die Verantwortung, den aktuellen Diskurs wissenschaftlich zu begleiten. Das bedeutet, wir können über erweiterte Lehre und Kommunikation versuchen, der grassierenden Verwendung von falschen Klischees etwas entgegenzusetzen. Denn eine fundierte Versachlichung macht es antisemitischen Tendenzen deutlich schwerer, sich auszubreiten und in der Universität Fuß zu fassen. Andererseits liegt unser Augenmerk direkt auf unseren jüdischen Studierenden und Mitarbeitenden. Wir können zwar auf unseren zahlreichen und breit gestreuten Liegenschaften keine vollkommene Sicherheit – für niemanden – herstellen, aber wir können versuchen, für so viel Sicherheit wie möglich zu sorgen.

Anlaufstelle für Studierende und Beschäftigte
Die Präventionsstelle Antisemitismus ist Anlaufstelle für Studierende und Beschäftigte, die antisemitische Vorfälle erleben oder beobachten, Orientierung im Umgang mit antisemitischen Äußerungen oder Situationen suchen oder Fragen zu Prävention und Sensibilisierung in Lehre und Studium haben.
Beratung, Dokumentation von Vorfällen und Prävention
Bei Bedarf vermitteln wir an weitere (Beratungs-)Stellen und unterstützen dabei, Vorfälle zu dokumentieren und angemessen zu reagieren. Wir arbeiten dabei eng mit dem amtierenden Antisemitismusbeauftragten des Präsidiums, Herrn Niels Helle-Meyer, und seinem Team an Vertrauenspersonen, zusammen. Unsere Arbeit richtet sich an der Betroffenenperspektive aus und legt einen Schwerpunkt auf Prävention.
Interview: Vizepräsident Niels Helle-Meyer über sein Amt als Antisemitismusbeauftragter
Der HU-Vizepräsident für Haushalt, Personal und Technik, Niels Helle-Meyer, ist seit August 2025 Antisemitismusbeauftragter der HU. Im Interview berichtet er über Herausforderungen, Antisemitismus entgegenzuwirken. Er setzt dabei insbesondere auf Präventionsarbeit, Vernetzung und wissenschaftlichen Diskurs.
Netzwerke und Kooperationen
Unsere wichtigste externe Kooperationspartnerin ist die Beratungsstelle OFEK e.V., die auf Antisemitismus und Community-basierte Betroffenenberatung spezialisiert ist. Gemeinsam mit OFEK bieten wir zudem regelmäßig Sensibilisierungs- und Empowermentworkshops an.
Zum Austausch mit anderen Studierenden empfehlen wir Tacheles, eine studentische Gruppe jüdischer und nicht-jüdischer HU-Studierender.
Weitere Anlaufstellen
Veranstaltungen des Zentrums
Kontakt
Dr.in Verena Namberger
Sie benötigen Beratung?
Niels Helle-Meyer ist Antisemitismusbeauftragter der Humboldt-Universität und damit zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für jüdische Studierende und Mitarbeitende.
