Diesen Fragen widmete sich ein zehnwöchiger gesellschaftlicher Workshop im Rahmen des Clusters „Beziehungsweise Familie“ am Humboldt Forum. Als kollaboratives Projekt, das künstlerische, therapeutische und wissenschaftliche Perspektiven miteinander verband, wurde Wissen nicht als fertiger Lehrinhalt vermittelt. Vielmehr entstand es als gemeinschaftlicher Prozess, in dem die Teilnehmerinnen als ebenbürtige Wissende und aktiv Mitgestaltende in eine transversale Wissensproduktion eingebunden waren. Ausgangspunkt bildeten persönliche Erinnerungen, Erinnerungsobjekte und alltägliche Rituale als Träger von Wissen, das häufig über Generationen hinweg weitergegeben wird.
Aus dieser intensiven Zusammenarbeit sind ein künstlerisches Diorama sowie eine Audioarbeit entstanden, die Erinnerungsobjekte zum Sprechen bringen. Gemeinsam machen sie die komplexen Verflechtungen zwischen individuellem Trauma, transgenerationalen Erzählungen und dem Einfluss politischer Kontexte auf persönliche Lebenswege sichtbar. Zugleich laden sie dazu ein, das Zusammenspiel von Identität und Herkunft neu zu betrachten.
Mit Florian Hermes, Honorata Nawrocki, Marisol Ozomatli Malinalli, Leila G., Franziska Pierwoss, Diana Krämer und Alia Rayyan.
Das Ergebnis ist vom 24. Januar bis 12. Juli 2026 im Wohnzimmer des Humboldt Forums, dem Sonderausstellungsfoyer im Erdgeschoss, zu erleben.
Interessierte sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu besuchen und einen Einblick in diese besondere Form der Wissensarbeit zu gewinnen.
