Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Wirtschaft

Humboldt-Universität zu Berlin | Wirtschaft | WTT-Plattform: Förderungen, Kooperationsanfragen und Veranstaltungen | Abgelaufen | Bekanntmachung des BMEL: Gestaltung des Ernährungsumfeldes zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung („Food environments for improved nutrition“)

Bekanntmachung des BMEL: Gestaltung des Ernährungsumfeldes zur Förderung einer ausgewogenen Ernährung („Food environments for improved nutrition“)

Die Skizze nebst Konsortialvereinbahrung und Konzept zur Umsetzung einer Initiierungsphase ist bis zum 15.10.2019 15:00 Uhr bei der BLE einzureichen.

Der Schwerpunkt der Bekanntmachung liegt auf der Erforschung eines zielgruppenspezifischen Verständnisses von Ernährungsverhalten und -gewohnheiten, ihrer entsprechenden Treiber und der Möglichkeiten, diese für eine gesundheitsförderliche Ernährung zu verändern. Die Forschungsvorhaben können sich dabei sowohl auf die ländliche als auch auf die städtische Bevölkerung in den Zielregionen (oder beide Gruppen zusammen) beziehen. Der Forschungsgegenstand kann zudem gezielt auf spezielle Alters- oder Gendergruppen zugeschnitten werden oder alters- und genderübergreifend ausgerichtet sein.

 
Ziele

Gefördert wird die praxisorientierte Erforschung von Lösungsansätzen, die zu folgenden Zielen beitragen:

  • Erkenntnisse über Einflussfaktoren auf das Entscheidungs- und Ernährungsverhalten;
  • Entwicklung von nachhaltigen Gestaltungsmöglichkeiten lokaler Ernährungsumfelder, die zu einer ausgewogenen Ernährung und dadurch mittelbar zu einer Reduzierung von Hunger und Fehlernährung sowie der damit einhergehenden individuellen, sozialen und ökonomischen Belastungen beitragen;
  • Förderung gesunder und vielfältiger Ernährungsweisen auf Basis vorhandener lokaler Ressourcen und Traditionen;
  • Entwicklung von Maßnahmen zur Ernährungsbildung für eine gesunde Ernährung vor dem Hintergrund sich verändernder lokaler Ernährungsumfelder;
  • Erkenntnisse über Maßnahmen zum Schutz bzw. zur Unterstützung der Verbraucher und Stärkung ihrer Rolle bei der Ausgestaltung lokaler Ernährungsumfelder für eine gesunde Ernährung (z. B. Werbung/Marketing, Lebensmittelsicherheit und -qualität);
  • Sektorübergreifende Zusammenarbeit und Koordination ernährungssensitiver Politiken, Maßnahmen und deren Umsetzung für eine gesunde Ernährung.

 

Ansätze

Die Forschungsvorhaben sollen sich dabei an Problemstellungen aus der Praxis orientieren und spezifische Zielgruppen (z. B. politische Entscheider, Verbraucher, Produzenten in der Zielregion) frühzeitig einbinden. Sie sollen zur Entwicklung lokal umsetzbarer und nachhaltiger Lösungen beitragen, die auf einer fundierten Situations- und Akteursanalyse der jeweiligen Zielregion beruhen.

Ebenso sollte ein klarer Bezug auf vorhandene internationale, regionale und nationale Politikstrategien für eine bessere Ernährung genommen werden.

Anträge sollten einen holistischen, multisektoralen (System-)Ansatz verfolgen, in dem bestehenden Umfeld umsetzbare, anschlussfähige Lösungen anstreben und sich an folgenden Aspekten orientieren:

  • Erforschung lokaler, kulturell bedingter und veränderter Ernährungsgewohnheiten (nutrition transition) sowie der Möglichkeiten gesundheitsorientierte Verhaltensweisen zu fördern;
  • Untersuchung und Optimierung des direkten Verkaufsumfeldes unter Einbezug des Einflusses formeller und informeller Märkte auf die Ernährung unterschiedlicher Zielgruppen;
  • Einfluss von Marktgestaltung, Marketing, Verbraucherinformation und -beeinflussung (z. B. durch Werbung, soziale Medien) sowie Ernährungsbildung auf Konsumentscheidungen und Essgewohnheiten sowie an die Zielregionen angepasste Möglichkeiten, diese im Sinne einer gesunden Ernährung zu optimieren;
  • Untersuchung und Optimierung von Schul- und Außerhausverpflegung;
  • Untersuchung der Risiken und Potenziale neu entstehender Ernährungsumfelder und Märkte durch sich ändernde Lebensstile in den Zielregionen (beispielsweise aufgrund wachsender Mittelschichten und Urbanisierung) sowie Entwicklung praxistauglicher Angebote im Sinne einer gesundheitsförderlichen Ernährung;
  • Entwicklung gesunder, sicherer und schmackhafter Convenience-Produkte, insbesondere aus lokal angepassten traditionellen Lebensmitteln, die verschiedenen Lebensstilen und Altersgruppen Rechnung tragen;
  • Entwicklung effektiver Kommunikationsstrategien und -instrumente für verbesserte Ernährung sowie die Gestaltung von Entscheidungshilfen (z. B. Nährwertkennzeichnung) für Verbraucher;
  • Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um Kommunikation, Wissensmanagement und Informationsaustausch zwischen den Akteuren zu verbessern und um eine individualisierte Ernährungsaufklärung und -beratung für verbesserte Gesundheit zu unterstützen.

 

 
Weitere Informationen finden Sie in der Ausschreibung.