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Vom Wohn- zum Forschungshaus

Haus 20 auf dem Campus Nord wird saniert und umgebaut


Steffen Krach (Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung) und
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Foto: Martin Ibold

Am 21. November 2019 wurde Richtfest für den Umbau und die Sanierung des Hauses 20 auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität gefeiert – im Beisein der Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, des Staatssekretärs für Wissenschaft und Forschung, Steffen Krach, sowie des Dekans der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität, Prof. Dr. Bernhard Grimm.

Im Frühjahr 2019 hat die Baumaßnahme des Landes Berlin begonnen und im Frühjahr 2021 soll das Gebäude der Humboldt-Universität zur Nutzung übergeben werden. „In das Gebäude werden Arbeitsgruppen von Nachwuchsgruppenleitern der Theoretischen Biologie sowie Teile der Fakultätsverwaltung, die sich zurzeit im Thaer-Gebäude der Invalidenstraße 42 befinden, einziehen“, sagt Grimm. „Die Renovierung des Hauses 20 ist ein weiterer Meilenstein in der Gestaltung des Gesamtensembles auf dem Campus Nord“. Neben Lagerflächen sind Büros für die Leitungen der Arbeitsgruppen, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für das Personal der Fakultätsverwaltung sowie auch ein Seminarraum für 30 Personen im Dachgeschoß des Gebäudes geplant.

Das historische Wohngebäude war Domizil von Dienern und Bediensteten der Tierärztlichen Hochschule. Es wurde 1892 bis 1893 nach Entwürfen von Karl Friedrich Endell erbaut. 1912 wurde ein Stockwerk in Holzfachwerk mit Ziegelausmauerung aufgestockt. Als Wohngebäude diente es letztmalig in den 1990er Jahren und kam aufgrund des schlechten baulichen Zustandes für eine direkte Nachnutzung nicht infrage. Im Zuge der Sanierungsarbeit erhält es einen neuen, barrierefreien Eingang mit Aufzug.


Haus 20 auf dem Campus Nord. Foto: Martin Ibold

Das Gebäude wird für 4,9 Millionen Euro saniert und umgebaut. Die bauausführende Verwaltung ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die das Gebäude für die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung als Bedarfsträger saniert und umbaut. Regula Lüscher dankte allen Beteiligten für ihre gute Arbeit und die Fertigstellung des Rohbaus: „Es ist keine leichte Aufgabe, ein Gebäude aus dem vorletzten Jahrhundert einer modernen Nutzung zuzuführen und dabei dem Denkmalschutz genügend Raum zu geben. Beim Haus 20 wird es uns aber durch eine gute Zusammenarbeit gelingen denkmalgerecht zu sanieren, bei den Außenanlagen den Naturschutzbelangen zu entsprechen und auch die Anforderungen durch die neuen Nutzerinnen und Nutzer zu berücksichtigen.“

Campus Nord

Der zentral in Berlins Mitte gelegene Campus Nord ist ein 80.000 Quadratmeter großes parkartiges Gelände mit alten Bäumen und historischen, roten Klinkerbauten, die vom Ende des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts errichtet wurden. Er ist heute Sitz der Lebenswissenschaftlichen Fakultät, die die Institute für Biologie und Psychologie sowie das Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften umfasst. Zu den baulichen Schätzen des Areals zählt das von Carl Gotthard Langhans entworfene Tieranatomische Theater der Königlichen Tierarzneischule und späteren Tierärztlichen Hochschule. Mit der Eröffnung der „grüne Amöbe“, dem Rhoda-Erdmann-Haus, hat das Institut für Biologie im Oktober 2016 einen Neubau auf dem historischen Campus erhalten.

Autorin: Ljiljana Nikolic

Weitere Informationen

Pressemitteilung der Senatskanzlei

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