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HU-Honorarprofessorin mit Berliner Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters ausgezeichnet

Emmanuelle Charpentier erhält den Preis für ihre innovative Forschung in der Genregulation

Emmanuelle Charpentier
Emmanuelle Charpentier
Foto: Halblauter & Fioretti,
Braunschweig

Am 7. November 2018 überreichte der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, zum elften Mal den Berliner Wissenschaftspreis. Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie für ihre innovative Forschung in der Genregulation. Der Nachwuchspreis geht an Dr. Daniela Rupp vom Max-Born-Institut (MBI) für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Ultrakurzzeitphysik. 

Seit 2016 ist Prof. Emmanuelle Charpentier Honorarprofessorin am Institut für Biologie der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Sie leitet die Arbeitsgruppe Regulation in der Infektionsbiologie. Charpentier wirkt auch im 2018 neu bewilligten Exzellenz-Cluster „NeuroCure – Neue Wege in der Erforschung und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems“ der Charité Universitätsmedizin, der Freien Universität Berlin und der HU als Projektleiterin mit. Prof. Charpentier, ist Trägerin mehrerer Ehrendoktorwürden, sie erhielt zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen und ist Mitglied internationaler Wissenschaftsakademien.  

Emmanuelle Charpentier ist eine der Erfinderinnen der Gen-Schere CRISPR-Cas9 (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats), einer der bahnbrechendsten wissenschaftlichen Entdeckungen der jüngeren Vergangenheit. In Wien kam Emmanuelle Charpentier erstmals mit dem Thema CRISPR in Kontakt. Sie machte es zu ihrem großen Forschungsfeld. 2011 hat ihre Arbeitsgruppe die grundlegenden Mechanismen von CRISPR-Cas9 verstanden und im Fachmagazin „Nature“ publiziert. Zusammen mit der Arbeitsgruppe von Jennifer Doudna and der UC Berkeley konnte sie den Mechanismus nur ein Jahr später in eine leistungsstarke Technologie weiterentwickeln, die sich in allen lebenden Zellen – von Bakterien über Pflanzen, Tiere bis hin zum Menschen – anwenden lässt. Die Studie erschien 2012 in „Science“. Seit 2015 ist Emmanuelle Charpentier Direktorin am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin und seit 2018 Gründungsdirektorin der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene.

Mit ihrer Forschung konzentriert sie sich auf grundlegende Regulationsmechanismen in Infektions- und Immunitätsprozessen mit Fokus auf Gram-positiven Bakterien, insbesondere beschäftigt sie sich mit der Frage wie RNAs und Proteine zelluläre Prozesse steuern.

Über den Preis

Mit dem Berliner Wissenschaftspreis sollen in Berlin entstandene hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Forschung zielgerichtet gefördert werden. Ein zentrales Anliegen dabei ist, eine Basis für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Berlins zu schaffen. Neben der wissenschaftlichen Exzellenz ist aus diesem Grunde auch die Möglichkeit der praktischen Umsetzung der Forschung ein ausschlaggebendes Kriterium. Das Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro kommt der Einrichtung zugute, in der der Wissenschaftler oder die Wissenschaftlerin die Leistung erbracht hat.

Weitere Informationen

Pressemitteilung der Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters

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