Presseportal

Einladung zur Gedenkveranstaltung für Günter Tembrock

Am Freitag, den 11. März 2011

Am 11. März 2011 ehrt die Humboldt-Universität mit vielen Kooperationspartnern in einer Gedenkveranstaltung posthum Günter Tembrock, einen der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der Verhaltensbiologie der vergangenen Jahrzehnte. Günter Tembrock ist am 26. Januar 2011 im Alter von 92 Jahren verstorben. Er war das dienstälteste Mitglied der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 1961 Professor. Ab 1969 war Tembrock Lehrstuhlinhaber für Zoologie. Auch nach seiner Emeritierung 1983 blieb er der Universität eng verbunden und arbeitete fast täglich am Lehrstuhl.

Gedenkveranstaltung für
Günter Tembrock (7. Juni 1918 – 26. Januar 2011)
Freitag, 11. März 2011, 14 Uhr
- wegen großer Nachfrage wird die Veranstaltung in das Audimax des Hauptgebäudes verlegt -
Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Zu den Rednern, die sich an diesem Nachmittag zu Ehren Tembrocks an dessen vielfältige Leistungen erinnern, gehören neben Kollegen des Instituts für Biologie u.a. : Jan-Hendrik Olbertz (Präsident der HU Berlin), Andreas Wessel (Museum für Naturkunde, Darwin-Gesellschaft zu Berlin) und Dirk Franck (Ethologische Gesellschaft).

Des Weiteren werden sich Vertreter der Deutschen Zoologischen Gesellschaft, Anthropologischen Gesellschaft, Gesellschaft für Humanontogenetik, Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin, Urania Berlin, der Universitäten Rostock, Halle, Göttingen, Dresden, Potsdam, der Charité, der Fachhochschule Eberswalde, des Leibniz-Instituts für interdisziplinäre Studien Berlin sowie des Landesamts für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Potsdam an ihren Kollegen und Lehrmeister Günter Tembrock erinnern. 

Günter Tembrock studierte Mathematik, Zoologie, Anthropologie und Paläontologie. 1941 promovierte er über die Evolution eines Laufkäfers. 1948 setzte Tembrock in Ost-Berlin die Gründung einer verhaltensbiologischen Forschungsstätte für Tiere durch. Ein Fach, das nicht wirklich erwünscht war. Sie gilt heute als die erste verhaltensbiologische Forschungsstätte in Deutschland.

Neben zahlreichen Fachaufsätzen und verhaltenskundlichen Büchern baute er in Berlin das größte Tierstimmenarchiv Europas auf, das mehr als 100.000 Aufnahmen von hunderten Tierarten umfasst und heute im Naturkundemuseum untergebracht ist. Auf Günter Tembrock geht auch der Begriff Bioakustik zurück, den er 1959 in seinem ersten Buch über Tierstimmen vom englischen Begriff „Biological acoustics“ ableitete. Populär wurde er in der DDR in den 1980er-Jahren unter anderem mit seiner Fernsehsendung „Rendezvous mit Tieren“.

Ein Videointerview über seine Zeit an der Humboldt-Universität finden Sie unter:
http://www.hu-berlin.de/alumni/prominente/interviews/tembrock/


WEITERE INFORMATIONEN UND BILDMATERIAL

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel.: 030 2093-2345
E-Mail: pr@hu-berlin.de