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Honorarprofessorin und zwei Alumni der Humboldt-Universität erhalten Leibniz-Preise 2018

2,5 Millionen Euro Preisgeld

Zu den elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 2018 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet hat, gehören Prof. Dr. Alessandra Buonanno aus dem Fach Gravitationsphysik sowie Prof. Dr. Eicke Latz aus der Immunologie und Prof. Dr. Claus Ropers aus dem Bereich Experimentelle Festkörperphysik. Das Preisgeld von je 2,5 Millionen Euro können die Ausgezeichneten bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden.
 

Alessandra Buonanno
Prof. Dr. Alessandra Buonanno
Foto: A. Buonanno

Honorarprofessorin

Prof. Dr. Alessandra Buonanno hat seit diesem Jahr eine Honorarprofessur der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) inne. Sie forscht zur Physik der Gravitationswellen. Mit dem direkten Nachweis von Gravitationswellen, die bei der Kollision zweier schwarzer Löcher entstanden waren, gelang 2015 ein spektakulärer Nachweis der Gültigkeit der Allgemeinen Relativitätstheorie. Ein wesentlicher Baustein für diesen Erfolg waren die von ihr entwickelten theoretischen Modelle, die es erlauben, die Signale der Gravitationswellen zu identifizieren und zu interpretieren. Seit 2014 ist sie Direktorin am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam.

Am Dienstag, dem 19. Dezember 2017, 15 Uhr bis 17 Uhr c.t. spricht Prof. Dr. Alessandra Buonanno im Rahmen eines Sonderkolloquiums am Institut für Physik der HU über „Gravitational-wave emission and their multi-messenger signatures“.

 

Zwei Alumni

Prof. Dr. Eicke Latz wurde 2001 und Prof. Dr. Claus Ropers 2007 an der HU promoviert.

Prof. Dr. Eicke Latz erhält den Leibniz-Preis gemeinsam mit Prof. Dr. Veit Hornung von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Beide arbeiten auf dem Gebiet der angeborenen Immunantworten. Eicke Latz befasst sich mit Fragestellungen rund um die „Entzündungswerkstatt“ der Zelle. Dabei nimmt er besonders die Aktivierungsmechanismen des Inflammasoms in den Blick. Eine fehlgeleitete Aktivierung von Inflammasomen ist maßgeblich bei Zivilisationserkrankungen wie Diabetes oder Alzheimer beteiligt. 2009 wurde er an die Universität Bonn berufen und gründete dort das Institut für Angeborene Immunität, parallel ist er weiterhin Professor an der University of Massachusetts Medical School in Worcester, USA.

Mit Prof. Dr. Claus Ropers wird ein führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet, der das neue Forschungsfeld der Quantenoptik von Elektronen mit geprägt hat. Zu seinen jüngsten Erfolgen gehört, dass er 2015 die Möglichkeit der Manipulation des Quantenzustands eines freien Elektronenstrahls in einem Transmissionselektronenmikroskop nachweisen konnte. Seit 2011 ist er in Göttingen Professor für experimentelle Festkörperphysik.

Weitere Informationen

Zur Pressemitteilung der DFG vom 14. Dezember 2017

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