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Abb.: Philipp Plum

Presseportal

„Translating Doping – Doping übersetzen“

Verbundprojekt der HU und TU Berlin wird am 7. Mai vorgestellt

Olympia in Peking hat seinen nachträglichen Doping-Skandal. Nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees sind sechs Olympia-Teilnehmer von 2008 bei Nachkontrollen positiv auf das EPO-Präparat CERA getestet worden – darunter auch Medaillengewinner. Die Glaubwürdigkeit des Sports ist zunehmend bedroht.

Das neue interdisziplinäre Forschungsprojekt „Translating Doping – Doping übersetzen“ hat das Ziel, das Wissen über Dopingrisiken für die Gesellschaft durch geisteswissenschaftliche Übersetzungsleistung verständlich und anwendbar machen. Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Die Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaften“ als sportwissenschaftlich-philosophisches Verbundprojekt von der Sportwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (Antragsteller) und dem Institut für Philosophie an der Technischen Universität Berlin beantragt. Das über drei Jahre laufende Verbundprojekt wird mit über 1,3 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. In der Auftaktveranstaltung am 7. Mai stellt die Forschergruppe das Programm und Forschungsziele vor.

Projektpräsentation „Translating Doping - Doping übersetzen“

Donnerstag, 7. Mai 2009, um 16:00 Uhr,


im Lichthof, Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin,

Unter den Linden 6, 10099 Berlin



Die Aufgabe des Projektes leitet sich aus der zunehmenden Differenz zwischen moderner naturwissenschaftlicher Dopinganalytik und traditionellen moralischen Rechtfertigungsversuchen in Dopingverboten ab. Das Ziel besteht in der Erarbeitung einer (Sport-) Ethikposition, die sowohl die neuere Dopinganalytik, als auch die Ausweitung der Dopingsemantik in der Gesellschaft berücksichtigt, um dadurch u. a. zeitgemäße Voraussetzungen für zukünftige Präventionsprogramme gewinnen zu können.
Ausgangspunkt für das eigene geisteswissenschaftlich-ethische Arbeitsprogramm bildet der Vortrag von Prof. Dr. Carsten Lundby vom Copenhagen Muscle Research Center, dessen Leiter der Dopingforscher Prof. Dr. Bengt Saltin ist. Herr Lundby berichtet erstmals im deutschsprachigen Raum über seine neuesten medizinischen Untersuchungsergebnisse zur EPO-Analyse unter klinischen Bedingungen an aktiven Sportlern:

• messbare extreme Leistungssteigerung durch gentechnisch hergestellte Peptid-Hormone
• anhaltende Wirkung dieser EPO-Dopingpraxis
• hohe medizinische Gefährdungspotentiale
• Probleme beim anschließenden Dopingnachweis


Nach Gastvortrag und Projektpräsentation ist eine Diskussion und Pressekonferenz mit Gästen der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) geplant.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Elk Franke
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Sportwissenschaft
Abteilung Sportpädagogik/ Sportphilosophie
Konrad-Wolf-Straße 45
13055 Berlin
Telefon: 030-2093-46025
Telefax: 030-2093-46026
E-Mail: elk.franke@rz.hu-berlin.de

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