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Subjektivität in der qualitativen Sozialforschung

Ein Vortrag zu den Risiken und Chancen der Grounded Theory


Wie subjektiv ist Sozialforschung? Die Grounded Theory  ist eine sozialwissenschaftlich-hermeneutische Methodik zur systematischen Auswertung vor allem alltagsweltlicher Daten – Interviewtranskripte und Beobachtungsprotokolle – mit dem Ziel der Theoriegenerierung. Diese Konzeption lässt sich mit der Selbstreflexivitäts-Idee zu einem spezifischen Forschungsstil kombinieren. Dabei kommt der Interaktion des Forschenden mit dem Forschungsthema und den Foschungspartnern besondere Aufmerksamkeit zu.

Das Institut für Sozialwissenschaft und das Wissenschaftszentrum Berlin laden ein zum Vortrag:

Subjektivität in der qualitativen Sozialforschung – Reflexive Grounded Theory
Prof. Dr. Franz Breuer
Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Psychologie)
Humboldt-Universität zu Berlin
am 8. November 2010 um 19 Uhr
 Universitätsstraße 3b, 10117 Berlin, Raum 002


Im Vortrag werden einige Interaktions-Dimensionen des Forschungskontakts, beispielsweise Alters-, Geschlechter-, und Statuskonstellationen, beleuchtet. Auch methodische Prozeduren der Systematisierung von Selbstreflexion wie die Thematisierung forscherseitiger Präkonzepte, Feldinteraktion; Forschungstagebuch und die Forschungssupervision, werden thematisiert.
„Ich gehe von der Voraussetzung des subjektiven Charakters menschlicher Erkenntnis aus. Das gilt auch für Wissenschaft. Statt Subjektivität hierbei für eine epistemologische Katastrophe zu halten, kann man die Frage stellen, welche positiven Erkenntnischancen sich aus dieser unvermeidlichen Charakteristik ergeben“, sagt Franz Breuer. Diese Sichtweise weist nicht zuletzt auf die Notwendigkeit der Selbstreflexion des Wissenschaftlers in der Beziehung und Auseinandersetzung mit dem Forschungsthema und dem Forschungsfeld hin.

Literatur:
Franz Breuer (unter Mitarbeit von Barbara Dieris und Antje Lettau): Reflexive Grounded
Theory. Eine Einführung für die Forschungspraxis, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2. Aufl., Wiesbaden 2010.



WEITERE INFORMATIONEN

Prof. Dr. Gökce Yurdakul, PhD
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Sozialwissenschaften
Diversity and Social Conflict
Tel. 030 2093-1430
E-Mail: gokce.yurdakul@sowi.hu-berlin.de

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