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Humboldt-Universität gründet Professional School of Education

Zentralinstitut wird Plattform für alle Belange der Lehramtsstudierenden

Die Humboldt-Universität zu Berlin richtet zum Start des Wintersemesters eine  Professional School of Education (PSE) ein, um das Lehramtsstudium zu stärken. Das neu zu gründende Zentralinstitut soll die wissenschaftliche, berufsvorbereitende und organisatorische Fundierung der Lehrerbildung sicherstellen. Die PSE wird Bildungs-, Schul-, und die Unterrichtsforschung sowie die praktische Lehreraus- und -fortbildung verbinden. Die zahlreichen, an der Lehrerbildung beteiligten Fächer und Fakultäten erhalten mit dem Zentralinstitut eine Dachorganisation.

„Für die Humboldt-Universität hat die Lehrerbildung eine große Bedeutung, 17 Prozent der Studierenden sind in lehrerbildenden Studiengängen immatrikuliert. Die Universität bietet im Land Berlin das größte Studienangebot im Bereich der Lehrerbildung an. Die Professional School of Education wird die Schul- bzw. Unterrichtsforschung und ihre Nachwuchsförderung zielgerichtet in Lehre und Forschung weiterentwickeln und zu einer wesentlichen Verbesserung der organisatorischen, berufspraktischen und wissenschaftliche Fundierung der Lehrerbildung  an der HU beitragen“, sagt HU-Präsident Prof. Jan-Hendrik Olbertz.

Bisher sind die Zuständigkeiten der Lehramtsstudiengänge auf verschiedene Bereiche verteilt – die Fakultäten, das Servicezentrum Lehramt und die Gemeinsame Kommission für Lehramtsstudien. Die PSE wird die Studienbedingungen spürbar und nachhaltig verbessern. „Die PSE wird bestehende Initiativen im Rahmen der Lehrerbildung strategisch und organisatorisch bündeln und Ideen, wie etwa den Aufbau von Ausbildungsschulen und die Einrichtung eines Schul-Kollegs, in die Tat umsetzen, um in der Kooperation zwischen Universität und schulischer Praxis vorwärts zu kommen“, sagt Gründungsdirektor Prof. Stefan Kipf.

Neben Service, Beratung und Organisation soll die PSE auch inhaltliche Schwerpunkte setzen, und zwar unter dem für das Berliner Schulwesen zentralen Schwerpunkt „Lernen unter den Bedingungen von Heterogenität“ mit den Themenfeldern Migration, Inklusion und Begabtenförderung. „Unser Lehrernachwuchs muss im Unterricht mit Heterogenität umgehen können. In enger Kooperation  mit unseren Partnerschulen wollen wir die Studierenden dabei früher als bisher in Forschungszusammenhänge einbinden und sie gezielt bei der Durchführung von Studien in den Praxisphasen oder bei Masterarbeiten unterstützen. Dadurch wollen wir das forschende Studieren gezielt fördern.“
Um den raren wissenschaftlichen Nachwuchs in den Fachdidaktiken zu vergrößern ist an die Entwicklung eines Fast-Track-Lehramtsstudiums mit anschließender Promotion gedacht.

Als Schnittstelle zwischen den Fakultäten, den Schulen, der Senatsverwaltung und den Zentren für Lehrerbildung der anderen Universitäten will die PSE helfen, die Koordination der Lehre im Master of Education zu verbessern sowie die Studiengangsentwicklung und
-koordination voranzutreiben, wobei die Fakultäten entlastet werden sollen.
„Die PSE soll den Lehramtsstudierenden etwas bieten, das es bisher an der HU so noch nicht gab: einen zentralen Begegnungsort, gewissermaßen ein professionsbezogenes Milieu – übrigens auch als sichtbares Zeichen der Bedeutung der Lehramtsstudien für die gesamte Universität.“
Die Fachdidaktiken und Erziehungswissenschaften bleiben in den Fakultäten und Instituten bestehen, um der Gefahr einer von den Fachwissenschaften verselbstständigten Bildungswissenschaft wirksam zu begegnen.
Die PSE wird in der Aufbauphase durch Mittel aus dem Hochschulpakt 2020 finanziert.


 

WEITERE INFORMATIONEN

Herr Prof. Dr. Stefan Kipf
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für klassische Philologie
Tel.: 030 2093-70424
E-Mail: stefan.kipf@staff.hu-berlin.de
 

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