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Abb.: Philipp Plum

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GI:VE – So werden Unternehmen innovativ

Wissenschaftler der HU haben eine Ausbildung entwickelt, die mit einem Mix aus Vertrauen und Wissen die Innovationsfähigkeit von Unternehmen fördert


Innovationen gelingen durch Veränderungen. In Unternehmen bringen Veränderungen oft Probleme mit sich. Vermeidet man Konflikte, so schwelen diese unterschwellig weiter und behindern langfristig den Innovationsprozess. Nur ein offener Umgang mit Konflikten kann das verhindern. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Projekts GI:VE – ein aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds gefördertes Forschungsprojekt.


GI:VE steht für "Grundlagen nachhaltiger Innovationsfähigkeit: Vertrauenskultur und Evolutionäre Wissensmechanismen" und wird in Kooperation mit Psychologen der Humboldt-Universität zu Berlin und ihrem An-Institut artop – Institut für Beratung, Forschung und Ausbildung in den Bereichen Personal, Organisation und Usability, durchgeführt.

Auf Grundlage eines von den Wissenschaftlern und Beratern entwickelten Fragebogens wurden aus sechzig klein- und mittelständischen Unternehmen Daten zum Zusammenhang zwischen Organisationskultur, Innovationsprozessvariablen und dem Erfolg einer Innovation erhoben, die konkrete Verlaufsdaten von erfolgreichen und weniger erfolgreichen Innovationen widerspiegeln. Die Ergebnisse zeigen: Zu den wichtigsten Eigenschaften einer für Innovationen förderlichen Organisationskultur gehört eine hohe Koordinationsfähigkeit.  „Nicht auf den Verlauf des Innovationsprozesses selbst kommt es an, die Bedingungen unter denen ein Innovationsprozess abläuft, entscheiden über den Erfolg“, sagt  Prof. Dr. Wolfgang Scholl, Organisationspsychologe und Leiter der Studie.

Aufgrund der Studienergebnisse hat GI:VE eine neuartige Ausbildung zum Innovationspromoter entwickelt. Ziel der Ausbildung ist es, unternehmensinterne Mitarbeiter aus vielfältigen Branchen und Positionen zu Experten für Innovationsprozesse auszubilden – er schafft die notwendigen Bedingungen, begleitet die Innovationsprozesse, treibt sie voran und hilft über Barrieren hinweg.

Der erste Ausbildungsjahrgang ist mit 15 Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik – darunter Trainees und Doktoranden, Projektleiter, Geschäftsführer und Betriebsräte aus Gesundheitswesen, Gastronomie, IT, Telekommunikation, Bauwesen und Industrie – erfolgreich gestartet. Der zweite Jahrgang zum Innovationspromoter startet im Frühjahr 2012/2013.

Ausführliche Informationen unter: www.vertrauenskultur-innovation.de
 

WEITERE INFORMATIONEN

Hannah Rauterberg
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Psychologie
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel.: 030 2093-9355
E-Mail.: kontakt@vertrauenskultur-innovation.de

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