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Humboldts neue Kita entsteht im „Hedwig-Dohm-Haus“

Architektenwettbewerb zum Neu- und Umbau für die Architekten Martinoff entschieden/ Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten bis zum 23. Juli 2012


Der von der Humboldt-Universität zu Berlin europaweit ausgeschriebene Architektenwettbewerb für den Bau des „Hedwig-Dohm-Hauses“ in der Ziegelstraße 5-9 ist entschieden. Das Preisgericht unter Vorsitz des Münsteraner Architekten Professor Dieter Baumewerd stand vor der schwierigen Aufgabe, aus 24 qualitativ hochwertigen Wettbewerbsarbeiten die überzeugendste Baukonzeption für den Neu- und Umbau, in dem u.a. eine Kindertagesstätte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierenden der Humboldt-Universität untergebracht werden soll, auszuwählen. Der Entwurf der Architekten Jurij Martinoff und Professor Erich Martinoff aus Hamburg wurde schließlich einstimmig mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Der 2. und 3. Preis wurde den Entwürfen der Berliner Architekturbüros von Jakob Lehrecke und Georg Bumiller zugesprochen.

„Die Jury, die die zukünftigen Nutzer in die Diskussion einbezog, überzeugten beim Gewinnerbeitrag neben den funktionalen Vorzügen besonders das gestalterische Zusammenwirken zwischen den Neubauteilen und der historisch wertvollen, denkmalgeschützten Altbausubstanz. Es handelt sich hierbei um die Reste eines direkt an der Spree gelegenen ehemaligen Pavillon-Krankenhauses der Charité“, sagt Ewald-Joachim Schwalgin, Leiter der Technischen Abteilung der Humboldt-Universität.


Abbildung: Architekten Martinoff

In dem Bau wird auch die studentische Selbstverwaltung in zentraler Lage zu den Universitätseinrichtungen in Berlin-Mitte angemessene Räumlichkeiten für Projektarbeiten und Initiativen erhalten. Mit dem ersten Bauabschnitt, der 2014 fertig gestellt sein soll, wird für Studierende und Beschäftigte unter der Leitidee „Familienfreundliche Universität“ ein vielfältiges Angebot für die Kinderbetreuung geschaffen. „In der Kindertagesstätte sollen künftig 80 bis 90 Kinder betreut werden. Die Öffnungszeiten werden besonders familienfreundlich sein, um es Studierenden zu ermöglichen, auch Vorlesungen am Abend besuchen zu können“, erklärt die zentrale Frauenbeauftragte der Humboldt-Universität, Dr. Ursula Fuhrich-Grubert. Das pädagogische Konzept der Kita soll in enger Anlehnung an das Berliner Bildungsprogramm stehen. Die Erzieherinnen und Erzieher verstehen Bildung dabei als einen aktiven „Weltaneignungsprozess“, der lebenslang verläuft. Die Kinder werden in ihrer Entwicklung vor allem in den Bildungsbereichen altersgerechte Sprachentwicklung und Ausdrucksmöglichkeit, Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit, Kreativität und Flexibilität in Denken und Handeln, Mut zu Neuem und Lust auf Herausforderungen gefördert.

Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge

Die Beiträge des europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs für den Bau des „Hedwig-Dohm-Hauses“ sind in einer Ausstellung zu sehen. Die Ausstellung wird am Montag, 9. Juli 2012 um 18 Uhr durch die Vizepräsidentin für Haushalt, Technik und Personal, Dr. Marina Frost, in der ehemaligen Bibliothek in der Dorotheenstraße 28, 10117 Berlin-Mitte eröffnet. Sie ist vom 10. Juli bis zum 23. Juli 2012, jeweils montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, zu besichtigen.
 

Weitere Informationen

Ewald-Joachim Schwalgin
Leiter der Technischen Abteilung
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 030 2093-99902
E-Mail: schwalgin@uv.hu-berlin.de

Dr. Ursula Fuhrich-Grubert
Zentrale Frauenbeauftragte
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 030 2093-2840
E-Mail: ursula.fuhrich-grubert@hu-berlin.de

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