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Bücher überleben Flammen

Ungarischer Schriftsteller György Konrád spricht am 17. Mai an der Humboldt-Universität

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Gedenkwoche der Humboldt-Universität zu Berlin aus Anlass der Bücherverbrennung vor 80 Jahren spricht der ungarische Schriftsteller György Konrád zum Thema „Bücher überleben Flammen“. Alle Interessierten sind zur Veranstaltung herzlich eingeladen.

Abschlussveranstaltung mit György Konrád
Freitag, 17. Mai 2013 um 19 Uhr
Senatssaal im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6, 10117 Berlin 

György Konrád: „Die Verfolgung kritischer Geister und kritischen Denkens hat in diesen 80 Jahren nicht aufgehört, hat mitunter lediglich einen Ortswechsel vorgenommen, oder ist vielleicht sogar dort geblieben, wo sie gewesen ist, nur haben sich eben Zeit und Ort ihrer Wahrnehmung und der Aufmerksamkeit gewandelt.“

Der Schriftsteller György Konrád wurde 1933 als Sohn einer jüdischen Familie in Ostungarn geboren. Im Jahr 1944 entging er nur knapp der Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz. Nach dem Krieg studierte Konrád Literaturwissenschaft, Soziologie und Psychologie und arbeitete als Soziologe für Städtebau in Budapest. Seine Familiengeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus verarbeitete der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in verschiedenen Büchern – zum Beispiel in Heimkehr und Glück. Als Essayist setzte sich Konrád schon während des Kalten Krieges für ein friedliches Mitteleuropa und für die Überwindung der Grenzen zwischen Ost und West ein.

Am 10. Mai 1933 gingen auf dem Opernplatz gegenüber der heutigen Humboldt-Universität Bücher von Schriftstellern, Wissenschaftlern und Publizisten in Flammen auf. Es verbrannten Werke von Bertolt Brecht, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich und Klaus Mann, Erich Maria Remarque, Anna Seghers, Kurt Tucholsky und vielen anderen Autorinnen und Autoren. Aus Anlass der Bücherverbrennung vor 80 Jahren veranstaltete die Humboldt-Universität zu Berlin eine Gedenkwoche. Unter der Überschrift „Verbranntes Wissen?“ waren eine Woche lang Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und Podiumsdiskussionen zu sehen und zu hören.

Weitere Informationen

Webseite zur Gedenkwoche „Verbranntes Wissen?“

Kontakt

Dr. Jessica Cohen
Persönliche Referentin des Präsidenten
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 030 2093-2734
jessica.cohen@hu-berlin.de

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