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DFG-Graduiertenkolleg „Masse, Spektrum, Symmetrie: Teilchenphysik in der Ära des Large Hadron Colliders“ verlängert

Förderung in Höhe von 3,3 Millionen Euro durch die DFG genehmigt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Antrag zur Fortführung des Graduiertenkollegs „Masse, Spektrum, Symmetrie: Teilchenphysik in der Ära des Large Hadron Colliders“ bewilligt. Es wird für weitere viereinhalb Jahre mit 3,3 Millionen Euro gefördert.

Bereits seit 2009 kooperieren Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Dresden und dem DESY in Zeuthen (Brandenburg) in dem Kolleg und nutzen ihr Forschungspotenzial in theoretischer und experimenteller Teilchen- und Astroteilchenphysik für die Ausbildung von hervorragenden Promovierenden. Mit den Fördermitteln werden unter anderem 16 Promotionsstellen, Fortbildungen der Promovierenden in Schlüsselqualifikationen und Einladungen von Gastwissenschaftlern finanziert.

Verbindendes Glied aller Standorte ist die Mitarbeit im ATLAS-Experiment am Large Hadron Collider (LHC) des CERN in Genf. Im Sommer des vergangenen Jahres gelang dort der Nachweis der Existenz von Higgs-Bosonen. „Zu unseren nächsten Forschungsfragen gehört, ob diese völlig neuartigen Teilchen die einzige existierende Sorte von Higgs-Bosonen sind, und ob ihre Eigenschaften unsere Theorie bestätigen, wie Elementarteilchen zu ihren Massen kommen“, erläutert der Sprecher des Kollegs, HU-Physiker Prof. Dr. Heiko Lacker.

Die Teilchenphysik verfügt mit dem sogenannten Standardmodell über eine Theorie, die das Universum für die bis heute experimentell zugänglichen Energiebereiche umfassend beschreibt. Gleichwohl erwarten die Physiker in der Ära des LHC und aus der Astroteilchenphysik weitere fundamentale Erkenntnisse, die zu einer noch umfassenderen Theorie führen sollen. „Bei uns steht der gemeinsame Charakter der Elementarteilchenphysik im Vordergrund: So machen sich beispielsweise Promovierende der experimentellen Teilchenphysik mit den Grundlagen von theoretischen Ansätzen jenseits des Standardmodells, wie Supersymmetrie, zusätzlichen Dimensionen oder großer Vereinheitlichung, vertraut und profitieren vom Dialog mit der sich schnell entwickelnden Astroteilchenphysik“, erklärt Heiko Lacker.

Kontakt

Prof. Dr. Heiko Lacker
Institut für Physik
Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093-7817
lacker@physik.hu-berlin.de

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Pressemitteilung vom 21.05.2013, erstellt von Susanne Cholodnicki