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Neue Etappe fürs Humboldt-Forum

HU-Professor Horst Bredekamp wird Mitglied der Gründungsintendanz

In der Umsetzung des Humboldt-Forums ist ein weiterer Schritt nach vorne gemacht: Am Mittwoch, 8. April 2015 gab die Kulturstaatsministerin Monika Grütters bekannt, dass der britische Kunsthistoriker und Museumsexperte Neil MacGregor zum Leiter der Gründungsintendanz des Humboldt-Forums in Berlin berufen wurde. Horst Bredekamp, Kunsthistoriker der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und Sprecher des HU-Exzellenzclusters "Bild Wissen Gestaltung. Ein Interdisziplinäres Labor", gehört ebenso wie Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Gründungsintendanz an.

HU-Kunsthistoriker Horst Bredekamp
Am 31. Mai wird Horst Bredekamp als neues Mitglied
des "Ordens Pour le mérite" geehrt.
Foto: Kerstin Kühl,
Bild Wissen Gestaltung 2014 | HU Berlin

Bredekamp äußerte sich erfreut über die Wahl: "Mit der Berufung der Gründungsintendanz beginnt eine neue Etappe für das Humboldt-Forum. Gemeinsam können wir uns nun auf die inhaltliche Ausgestaltung dieses weltweit einmaligen Projektes fokussieren."

Die Gründungsintendanz wird ab Oktober 2015 als beratendes Gremium über einen Zeitraum von zunächst zwei Jahren inhaltliche Schwerpunkte setzen und das Zusammenwirken aller Akteure im Humboldt-Forum entwickeln. Ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Museumsexperten wird die Gründungsintendanz dabei unterstützen.

Über Horst Bredekamp

Horst Bredekamp, geboren 1947 in Kiel, gehört zu den bekanntesten und auch international renommiertesten deutschen Kunsthistorikern. Er studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie und Soziologie in Kiel, München, Berlin und Marburg. In Marburg promovierte er 1974 mit einer Studie zum Bildersturm. Nach einem Volontariat am Liebighaus in Frankfurt wurde er wissenschaftlicher Assistent an der Universität Hamburg, wo er 1982 eine Professur für Kunstgeschichte erhielt. Horst Bredekamp ist seit 1993 Professor am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Für das in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern neu bewilligte Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor“ fungiert Professor Bredekamp als einer der Sprecher. Von 2003 bis 2012 war er zugleich Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Seine jüngsten Forschungen haben die Theorie des Bildakts begründet.

Das Humboldt-Forum

Auf dem Schlossplatz 1 in der historischen Mitte Berlins entsteht derzeit unter dem Namen Humboldt-Forum ein Zentrum für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung. Das Humboldt-Forum soll voraussichtlich 2019 eröffnet werden und ein Begehungsort für die gesamte Bevölkerung werden.

Die Humboldt-Universität im Humboldt-Forum

Die HU wird im Humboldt-Forum dem Thema Wissenschaft eine Bühne geben und sie als zentralen Bestandteil der Kulturen für ein breites Publikum begreifbar machen: Auf 1.000 Quadratmetern wird die HU in ihrem Humboldt-Labor das Konzept einer „offenen Universität“ verwirklichen und so auf anschauliche und lebendige Weise vermitteln, welche Rolle Wissenschaft im Alltag eines jeden spielt.

Abbildung des zukünftigen Humboldt-Forums
Das künftige Humboldt-Forum. Grün eingefärbt: Der Standort des Humboldt-Labors
Abbildung: Stiftung Berliner Schloss Humboldt-Forum / unicom

Dabei verzichtet die HU auf eine bloße Leistungsschau wissenschaftlicher Erfolge, sondern wird Methoden und Erkenntnisprozesse in der Geschichte und Gegenwart wissenschaftlicher Praxis –  zu der auch Kontroversen, Spekulationen, Irrtümer und Grenzen gehören – für die Gäste des Humboldt-Forums sichtbar und erfahrbar machen. Der Besucher soll am Arbeits- und Erkenntnisprozess von Wissenschaftlern teilhaben können und ganz nah am Geschehen unterschiedlicher Wissenschaften sowie interdisziplinärer Forschung sein. Das Humboldt-Labor wird daher sowohl Labor und Werkstatt, Ausstellungsfläche und Seminarraum, als auch Vortragsaal oder Bühne sein und zeigen, wie Wissen gewonnen, gestaltet und vermittelt wird.

Weitere Informationen

Kontakt

Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093-2345
pr@hu-berlin.de

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Nachricht vom 08.04.2015, Eingeschickt von Susanne Cholodnicki