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Humboldt-Universität in der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" erfolgreich

Expertisenschärfung für eine immer heterogenere Schülerschaft

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) konnte sich mit ihrem Projektantrag Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin (FDQI-HU) bei der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung des Bundes und der Länder" erfolgreich durchsetzen. Für FDQI-HU wurden drei Millionen Euro für den Zeitraum von Januar 2016 bis Juni 2019 beantragt.

Für die Lehrerkräftebildung hat sich nicht nur mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2009 ein neues Anforderungsprofil herausgebildet. Auch die zunehmende pädagogische wie didaktische Berücksichtigung heterogener Sozialisationsbedingungen von Schülerinnen und Schülern bedarf innovativer Lehrkonzepte. Angehende Lehrerinnen und Lehrer müssen angemessen für den Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft vorbereitet werden, die nicht nur durch Behinderungen, sondern ebenso durch unterschiedliche sprachliche, kulturelle und soziale Bedingungen des Aufwachsens gekennzeichnet ist. Als besondere Herausforderung für die Lehrkräftebildung darf dabei der angemessene Umgang mit heterogenen Leistungsentwicklungen im Fachunterricht gelten.

Unter der Leitung der Professional School of Education (PSE) zielt FDQI_HU auf die fachdidaktische Qualifizierung aller Lehramtsstudierenden in diesem Bereich. Dabei werden erstmals wichtige Akteure der Lehrkräftebildung systematisch miteinander vernetzt: die grundschulbezogenen Didaktiken und Fachdidaktiken mit den Rehabilitationswissenschaften, den Gender-Studies und dem Arbeits- und Forschungsbereich Sprachbildung (DaZ). Dabei sollen Lehrformate etabliert werden, die in Tandemveranstaltungen und in Kooperation mit den HU-Partnerschulen erprobt und evaluiert werden.

"Unser Ziel ist es, ein stark vernetztes Lehrangebot zu entwickeln, das den jeweiligen fachdidaktischen Disziplinen und den inklusionspädagogischen Erkenntnissen Rechnung trägt und zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lehrkräftebildung führt", unterstreicht Prof. Dr. Stefan Kipf, Direktor der PSE.

Über die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung"

Mit der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" wollen Bund und Länder die Lehrerausbildung in Deutschland gemeinsam verbessern. Dafür werden bis zum Jahr 2023 insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hochschulen können sich mit innovativen Konzepten für das Förderprogramm bewerben. Für die bisher zwei Bewilligungsrunden wurden insgesamt 49 Vorhaben ausgewählt, die bis Ende 2018 bzw. bis Mitte 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Die 19 Vorhaben der ersten Bewilligungsrunde haben ihre Arbeit im Sommer 2015 aufgenommen. Für die zweite Bewilligungsrunde wurden 30 Vorhaben ausgewählt, die für die Förderung ab dem 1. Januar 2016 vorbereitet werden.

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Kipf
Direktor der Professional School of Education
Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093-70424
stefan.kipf@hu-berlin.de