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Projektteam der HU ausgezeichnet

Digitalisierung von historischen Glasdias wird beim Forschungsverbund „Digital Humanities in Berlin“ geehrt

Preisverleihung an das Projektteam von Dr. Schelbert und seine studentischen Hilfskräfte
Das Projektteam bei der Preisverleihung: Sonja
Kirschning, Tessa Smith, Léonie Cujé, Dr. Georg
Schelbert (von links)
Foto: Christiane Claus, Berlin-Brandenburgische
Akademie der Wissenschaften

Das Projekt „Durchblick – Historische Glasdias digital“ des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat am 13. Juni den zweiten Preis des interdisziplinären Forschungsverbunds „Digital Humanities in Berlin“ (if|DH|b) gewonnen. Das Team um Dr. Georg Schelbert digitalisiert die historische Glasdiasammlung des Instituts, unterstützt von der Servicestelle für Digitalisierung (digis) und der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der HU. Die vergleichsweise große, ca. 57.000 Stück umfassende Sammlung wurde unter anderem von Herman Grimm, dem Sohn Wilhelm Grimms, begründet und ist heute im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Universitätsbibliothek der HU untergebracht. Im Gegensatz zu den heute noch verbreiteten Kleinbilddias, sind Glasdias nicht auf einem Film, sondern direkt auf einer Glasplatte aufgebracht und mit Maßen von 8,5 x 10cm recht groß.

Der historische Bestand an Glasdias geht bis ins Jahr 1891 zurück, damals waren sie Teil des sogenannten kunsthistorischen Apparats des Instituts. Während die Sammlung für lange Zeit auf der Höhe der Medientechnologie stand, ist sie nunmehr veraltet und in analoger Form nicht mehr in Verwendung. Das Vorhaben des Projektteams „Durchblick – Historische Glasdias digital“ soll diese digital aufbereiten und so wieder einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen. Dabei geht es um die langwierige Aufgabe den Bestand als Ganzes zu digitalisieren und nicht nur ausgewählte Teile daraus. Dafür hat das Team ein Verfahren entwickelt, mit dem sowohl der Bildteil der Dias, als auch ihre Beschriftungen abfotografiert werden.

Ansporn für weitere Arbeit

Die Kirche Santo Stefano in Bologna, Abbildung auf einem Glasdia mit Beschriftung
Die Kirche Santo Stefano in Bologna, Abbildung auf
einem Glasdia mit Beschriftung
Foto: Franz Stoedtner

Um die analoge Sammlung möglichst exakt digital wiederzugeben, wird die bereits vorhandene Ordnung in den Schränken als Grundlage genommen. Ein weiteres, wichtiges Anliegen der Gruppe ist es die Dias mit Metadaten zu erschließen, um die Informationen der einzelnen Dias logisch zu verknüpfen. Hierfür wird an das bereits bestehende Wikidata-System angeknüpft, das für das weitere Projekt jedoch noch weiter angepasst werden muss.

Einmal jährlich ehrt der Forschungsverbund „Digital Humanities in Berlin“ herausragende Berliner Projekte auf dem Gebiet der Digital Humanities. Gefördert wird der Verbund von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung. Die Koordination obliegt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Für das Team um Schelbert ist der mit 1000 Euro dotierte Preis nun Ansporn, um weitere Mittel zu aquirieren und die Arbeit auf dem eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Weitere Informationen

Überblick zum Projekt „Durchblick – Historische Glasdias digital“

Online-Datenbank der digitalisierten Diapositive

Kontakt

Dr. Georg Schelbert
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Kunst- und Bildgeschichte

Tel: 030 2093-99256
georg.schelbert@hu-berlin.de

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