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Wie effizient sind landwirtschaftliche Bodenmärkte?

Die Förderung der Forschungsgruppe „Agricultural Land Markets – Efficiency and Regulation (FORLand)“ ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft um drei weitere Jahre verlängert worden.

Die Preise für landwirtschaftliche Flächen sind weltweit in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Dieser Anstieg wird unter anderem auf eine wachsende Nachfrage durch nichtlandwirtschaftliche Investoren zurückgeführt. Vor diesem Hintergrund findet in vielen Ländern der Europäischen Union eine politische Debatte darüber statt, ob bestehende Regulierungen landwirtschaftlicher Bodenmärkte ausreichend sind oder ob sie zum Schutz einer nachhaltigen Landwirtschaft verschärft werden sollten.

Die Forschungsgruppe FORLand setzt sich zum Ziel, die Funktionsweise und Effizienz landwirtschaftlicher Bodenmärkte zu verstehen, zu bewerten und darauf aufbauend den Bedarf an staatlichen Eingriffen in diese Märkte abzuleiten. Es sollen außerdem existierende und vorgeschlagene Instrumente zur Bodenmarktregulierung einer Wirkungsanalyse und Bewertung unterzogen werden. Dabei sind nicht nur unmittelbare Auswirkungen wie Preise und deren zeitlich-räumliche Entwicklung, sondern auch indirekte Auswirkungen, insbesondere umweltrelevante Aspekte, zu berücksichtigen. Eine Wirkungsanalyse muss zudem eine Vielzahl externer Einflussfaktoren wie technologischen Fortschritt und Flächenentzug durch alternative Landnutzung einbeziehen.

Die Diversität der Forschungsfragen erfordert einen multidisziplinären Ansatz in der Forschungsarbeit. Neben Agrarökonomie, Ökonomie und Ökonometrie schließt dies auch Soziologie und Geografie mit ein. Um ein umfassendes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge von landwirtschaftlichen Bodenmärkten zu bekommen, braucht es eine Verknüpfung von empirischen und theoretischen Analysen ebenso wie die Anwendung innovativer ökonometrischer Verfahren. Die Nutzung einer breiten empirischen Datenbasis und die Kombination qualitativer und quantitativer Ansätze sorgen für eine Ergänzung der ökonomischen Modelle durch sozialwissenschaftliche Konzepte.

An der Forschungsgruppe FORLand sind insgesamt sieben wissenschaftliche Teilprojekte von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Universität Bonn, der Universität Göttingen, dem Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa in Halle sowie der Universität für Bodenkultur in Wien beteiligt.

Weitere Informationen

Projektbeschreibung FORLAND (auf Englisch)

Kontakt

Martin Odening

Department für Agrarökonomie

Lebenswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

E-Mail: m.odening@agrar.hu-berlin.de

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