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Humboldt-Kinder-Uni 2016

Vorlesungen für Grundschulkinder an der Humboldt-Universität zu Berlin
Ulrich Schmitzer

Latein sprechen wir alle - auch wenn wir das nicht wissen

Freitag, 16. September 2016, 10 Uhr

Prof. Dr. Ulrich Schmitzer

Institut für Klassische Philologie

Wer spricht denn heute noch Latein? Sind die Römer - und die spinnen ja bekanntlich - nicht längst verschwunden und mit ihnen ihre Sprache? Und doch: Wer in den Bus steigt, wer an der Ampel wartet, wer Union oder Hertha BSC anfeuert, wer einen Computer benützt, ja sogar wer in den Keller geht, durchs Fenster schaut oder sich die Nase putzt - in all diesen und noch viel mehr Fällen begegnen ihm lateinische (und manchmal auch griechische) Begriffe und Wörter, die ins Deutsche gelangt sind, weil unsere Vorfahren viel (und gern) von den Römern gelernt haben.

Wir werden in der Vorlesungsstunde sehen, wie Latein unsere Sprache und unser Denken bis heute prägt, so dass wir alle jeden Tag unvermeidlich ein wenig Latein sprechen.

Veranstaltungsort: Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6

Thomas Janßen

Was ist eigentlich ein Baum?

Mittwoch, 21. September 2016, 10 Uhr

Dr. Thomas Janßen

Institut für Biologie, AG Botanik & Arboretum

Bäume sind uns selbst in der Stadt so selbstverständliche Begleiter, dass diese Frage banal erscheinen mag. Aber was genau ist eigentlich ein Baum? Wir wollen uns damit beschäftigen, unter welchen Voraussetzungen wir eine Pflanze als Baum bezeichnen, seit wann es Bäume gibt und wie viele verschiedene Bäume wir kennen.

Wir wollen uns klar machen, wie Bäume leben. Als fest verwurzelte Organismen müssen sie spezielle Strategien entwickelt haben, um sich zu ernähren und sich fortzupflanzen. Trotz ihrer festen Wurzeln bilden Bäume lebendige und sich ständig verändernde Gesellschaften aus: unsere Wälder. Wir wollen uns ansehen, welche Wälder es auf der Erde gibt und der Frage nachgehen, warum Bäume und Wälder für uns Mensch von so großer Bedeutung sind.

Im Anschluss an die Vorlesung, sehen wir uns im Arboretum („arbor“ ist das lateinische Wort für „Baum“) der Humboldt-Universität lebende Beispiele an und können ins Gespräch kommen.

Mitzubringen sind Sitzkissen (o.ä.) und bei Regen wetterfeste Kleidung. Die Teilnehmerzahl ist auf 150 Kinder begrenzt.

Eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich, die Veranstaltung ist bereits ausgebucht

Veranstaltungsort:

Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Biologie, AG Botanik & Arboretum
Späthstr. 80/81
12437 Berlin

Simon Halm und Sylvia Schilora

Was macht Einstein eigentlich im Fahrstuhl?

Montag, 26. September 2016, 10 Uhr

Dr. Simon Halm und Dr. Sylvia Schikora

AG Optische Metrologie am Institut für Physik

"Alles ist relativ..." ...das kann ja jeder sagen! Ihr wisst vielleicht schon, dass das mit dem "relativ" von Albert Einstein erfunden wurde. Aber was heißt das eigentlich, und stimmt das überhaupt?

In dieser Vorlesung möchten wir euch zeigen, dass das mit dem "relativ" etwas mit Bewegung zu tun hat - aber auch mit der ganzen Welt um uns herum. Wir wollen verstehen, warum der Mond nicht auf die Erde fällt, warum die Astronauten schweben und warum wir nicht merken, dass sich die Erde bewegt.

Wir werden uns fragen, warum man manchmal beim Fahrstuhl fahren so ein komisches Gefühl im Bauch bekommt - und wieso Albert Einstein eigentlich berühmt geworden ist, weil er über Fahrstühle nachgedacht hat?

Veranstaltungsort: Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6

Veranstaltungen aus dem Frühjahr:

Marcel Robschen

Humboldt-Kinder-Uni goes Grüne Woche

Mittwoch, 20. Januar 2016, 10.30 Uhr

Prof. Dr. Marcel Robischon

Fachdidaktik Agrar- und Gartenbauwissenschaften

Die HU-Kinder-Uni besucht die Grüne Woche. Professor Robischon referiert über das Thema "Biologische Vielfalt und Welternährung – Wie Naturschutz der Landwirtschaft hilft".

 
Miranda Jakiša

Warum wir Vampire so lieben

Montag, 7. März 2016, 10 Uhr

Prof. Dr. Miranda Jakiša

Institut für Slawistik

Vampire sind gruselige Wesen. Sie schlafen tagsüber in Särgen, mögen das Sonnenlicht nicht und trinken auch noch Menschenblut, wenn sie aufstehen. Sie sind Untote: schon tot, aber irgendwie auch noch lebendig und stellen eine Bedrohung für uns dar. Vampire können fliegen, Wände hochlaufen oder sich in Werwölfe verwandeln. Vertrauenswürdig und sympathisch ist das auf den ersten Blick nicht! Wie kommt es dann, dass Geschichten über Vampire so beliebt sind? Warum lesen wir gerne Bücher über Vampire und sehen gern Vampirfilme?

Der bekannteste Vampir ist ohne Zweifel Graf Dracula. So wie der Schriftsteller Bram Stoker ihn beschrieben hat, stellen wir uns meist den Vampir vor: ein blasser Graf mit schwarzem Umhang und langen Fingernägeln. Dabei gab es schon lange zuvor Legenden und Mythen über blutsaugende Wesen, die den Menschen schaden können.

In der Vorlesung wollen wir die Vorgeschichte und die Hintergründe unserer Vampirvorstellungen kennenlernen. Welche Mythen, welche historischen Ereignisse und Personen und welche naturwissenschaftlichen Fakten haben unsere Vorstellung vom Vampir geformt? Gibt es Vampire wirklich? Wie wird man sie im Notfall los? Und: Warum lieben wir sie überhaupt so?

 

Literaturtipps Vampire (PDF)

 

Ingo Fietze

Der Schlaf von A wie Albtraum bis Z wie Zähneknirschen

Donnerstag, 10. März 2016, 10 Uhr

Prof. Dr. med. Ingo Fietze

Universitätsmedizin Charité Berlin

Fragt ihr euch manchmal, was man tun kann wenn man nicht einschlafen kann oder warum ihr länger schlaft als Erwachsene? Könnt ihr euch vorstellen, im Schlaf automatisch klüger zu werden? Kennt ihr Schlafprobleme von A wie Alptraum bis Z wie Zähne knirschen?

Wolltet ihr immer schon wissen, warum Opa schnarcht oder der Schlafwandler zum Licht läuft?

Findet ihr es manchmal auch ärgerlich, dass die Schule so zeitig beginnen muss?

Und wusstet ihr, dass es Wissenschaftler gibt, die sich mit all solchen Fragen beschäftigen? Einer davon ist Prof. Dr. med. Ingo Fietze von der Charité.

 

Martin Heger

Wer nicht hören will, muss fühlen - oder warum manchmal Strafe sein muss

Donnerstag, 17. März 2016, 10 Uhr

Prof. Dr. Martin Heger

Juristische Fakultät

Regeln sind notwendig. Schließlich gibt es in jedem Staat, aber auch in eurer Schule oder eurem Sportverein Regeln für das Miteinander der Menschen. So darf ich niemand verletzen, ihn nicht beleidigen und ihm nichts wegnehmen. Wenn sich einzelne Personen nicht an diese Regeln halten, schädigen sie nicht nur andere, sie gefährden auch das friedliche Miteinander aller Bürger, Schüler usw. Im Interesse aller muss daher gegen einen Regelverstoß vorgegangen werden.

Dafür gibt es das sogenannte Strafrecht. Verletzt jemand grundlos andere, muss er bestraft werden. Damit soll man von zukünftigen Regelverstößen abgeschreckt werden. Zugleich zeigt die Strafe, dass jeder sich an die für alle geltenden Regeln halten muss.

 

Johannes Müller

Ein Mammut in Neukölln?

Donnerstag, 24. März 2016, 10 Uhr

Prof. Johannes Müller

Museum für Naturkunde Berlin

Wie sich Tierwelt und Klima in den letzten 2 Millionen Jahren verändert haben.

Berlin so wie ihr es kennt, ist eine große Stadt. Aber könnt ihr euch vorstellen, dass vor unglaublich langer Zeit mal genau hier Mammuts gelebt haben? Dass dies wirklich der Fall war, belegen einige Fossilfunde aus Berlin, die euch Professor Johannes Müller vom Naturkundemuseum vorstellen wird.

Außerdem erfahrt ihr interessante Dinge nicht nur über den gegenwärtigen sondern auch den eiszeitlichen Klimawandel und welche Auswirkungen das auf die Tierwelt hatte.

Veranstaltungsort: Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Eingang über den Innenhof des Hauptgebäudes

 

Sonderveranstaltung
Tagung des Deutschen Altphilologenverbandes

Von Blüten und Mythen – Wie sich die alten Griechen die Entstehung von Pflanzen dachten

Donnerstag, 31. März 2016, 16 Uhr

Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, Eingang über den Innenhof des Hauptgebäudes

Dr. Matthias Korn

unterrichtet Fachdidaktik Griechisch und Latein an der Universität Leipzig und wollte als Kind Spiele-Erfinder werden.

Felicitas Buhl

studiert Latein, Kunst und Katholische Religion auf Lehramt an der TU Dresden und wollte als Kind Archäologin werden.

Veronika Buhl

arbeitet als Drogistin und wollte als Kind Erfinderin für überflüssige Gegenstände werden.

Typisch für griechische Mythen sind Begegnungen zwischen Göttern und Sterblichen. In den zahlreichen Sagen zur Entstehung von Pflanzen begegnen uns bekannte Gottheiten wie Aphrodite, Dionysos und Zeus. In der Vorlesung werdet ihr davon erfahren, wie sich die alten Griechen die Entstehung z. B. der Narzisse, des Adonisröschens und des Olivenbaums dachten, und auf der Leinwand erleben, wie die Künstlerin Felicitas dies gleich in hinreißende Zeichnungen umsetzt. Und schließlich wird Veronika euch zur eigenen künstlerischen Betätigung einladen.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Bundeskongresses des Deutschen Altphilologenverbands 2016 vorzugsweise für Kinder im Grundschulalter und in der Sekundarstufe I mit freundlicher Unterstützung der Humboldt-Kinder-Uni. Der Eintritt ist frei.