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Lesen, blättern und zoomen in alten Schriften

„eBooks on Demand“ bringt Bücher, die man nicht ausleihen kann, nach Hause

Wer schon immer einmal die Farbenlehre
von Goethe studieren oder an den natur-
wissenschaftlichen Erkenntnissen der
Javareise von Franz Wilhelm Junghuhn
im Jahr 1845 teilhaben wollte, kann die
Bücher nun digital direkt nach Hause
  bestellen. Ein besonderes Highlight ist
die Volltextsuche zur gezielten Suche im
Text des eBooks.
Diesen neuen Service macht die Universi-
tätsbibliothek der HU möglich. Er  ist das
Ergebnis des EU-Projektes „EoD – eBooks
on Demand“ mit  13  teilnehmenden Uni-
versitäts-  und  Nationalbibliotheken  aus
ganz  Europa.  Ziel  ist  die  Digitalisierung
urheberrechtsfreier,  nicht  ausleihbarer
Werke  auf  Bestellung  und  gegen  Bezah-
lung, um diese Werke für Forschung und
Lehre,  aber  auch  für  den  Privatgebrauch
nutzbar zu machen.
Der Service ist im Onlinekatalog der Uni-
versitätsbibliothek  eingebettet.  Für  urhe-
berrechtsfreie Werke, also Werke, die vor
mehr  als  100  Jahren  erschienen  sind,
wird in der Exemplarsicht der EoD-Button
angezeigt.  Der  Text  wird  in  Graustufen
mit hoher Qualität gescannt; Bilder, Illus-
trationen sowie Fotos  je nach Vorlage far-
big. Mit  der  Software  zur  automatischen
Texterkennung (OCR) wird sogar Fraktur-
schrift  zur  Volltextsuche  aufbereitet.  Es
kann gezielt nach Schlagwörtern gesucht
werden.
Der Nutzer kann das eBook am Bildschirm
lesen,  blättern  und  zoomen  sowie  das
gesamte  Buch  oder  ausgewählte  Seiten
ausdrucken. Texte und Bilder können aus-
geschnitten  und  in  eigenen  Arbeiten  als
Zitate eingefügt werden. Ausgeliefert wird
das eBook über einen Download-Link, auf
Wunsch aber auch auf DVD/CD-ROM.
Der  Preis  für  die  Digitalisierung  beträgt
20  Cent  pro  Seite,  zuzüglich  Kosten  für
den  Versand  auf  DVD/CD-ROM  gemäß
der  Gebührenordnung  der  Universitäts-
bibliothek. Ein 100-seitiges Werk kostet 20
Euro; für 200 Seiten bezahlen interessierte
Leser 40 Euro. Der Mindestpreis pro Werk
beträgt  12,50  Euro.  Für  Angehörige  der
Humboldt-Universität werden  30 Prozent
Rabatt  geboten  auf  die  Scanngebühren
während der Projektphase bis Juni 2008.
Bezahlt wird der Service online mit Kredit-
karte oder per Click and Buy. Für Bestände,
die  noch  nicht  im Onlinekatalog  nachge-
wiesen  sind,  bietet  die  Zentralbibliothek
die Möglichkeit der Vor-Ort-Bezahlung.
Mit einer feierlichen Veranstaltung wurde
am 31. Oktober der Startschuss für diesen
neuen Service gegeben. „EoD – eBooks on
Demand“  wird  im  ersten  Schritt  für  die
Bestände der Zentralbibliothek angeboten.
Ab Januar 2008 wird mit der schrittweisen
Integration der Zweigbibliotheken in diese
Dienstleistung begonnen.
  Patricia Fechner
www.books2ebooks.eu