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Humboldt-Universität zu Berlin | Presseportal | Informationen für Medien | Publikationen | HUMBOLDT | 2007/2008 | Ausgabe 6 | Forschung | Reise zum größten physikalischen Forschungsprojekt

Reise zum größten physikalischen Forschungsprojekt

Eine Delegation der Humboldt-Universität besuchte im Februar Cern, das europäische Forschungszentrum für Elementarteilchenphysik in Genf, um das Atlas-Experiment am „Large Hadron Collider“ (LHC), einem unterirdischen Beschleunigerring mit einem Umfang von 27 Kilometern, zu besichtigen und sich das Forschungsprogramm erläutern zu lassen.

HU-Delegation am CERN-Projekt unter Tage
P. Jenni (Sprecher der Atlas-Kollaboration im Cern), Kwee (Doktorandin), J. Brüning, T. Lohse, M. Linscheid (Vizepräsident für Forschung), H. Kolanoski, H. Lacker, M. Müller-Preußler (Direktor des Instituts für Physik)

An dem Atlas-Experiment, an dem auch HU-Forscher beteiligt sind, arbeiten mehr als 2.000 Physiker und noch mehr Ingenieure sowie technisches Personal. Es ist damit das größte physikalische Forschungsprojekt, das es je gegeben hat. Die HU-Delegation konnte eine der letzten Möglichkeiten nutzen, in das Innere des riesigen Atlas-Detektors zu blicken, der die Ausmaße eines fünfstöckigen Hauses hat.

Mit den Experimenten an dem LHC-Ring sucht man in Proton-Proton-Kollisionen bei den höchsten auf der Erde verfügbaren Energien nach neuen Phänomenen, die Antworten auf fundamentale Fragen nach dem Wesen der Materie und der Entwicklung des Universums geben sollen. Für die Elementarteilchenphysiker der Humboldt-Universität garantiert die Beteiligung an Atlas für viele Jahre ein faszinierendes Forschungsprogramm und nicht zuletzt beste Ausbildungsmöglichkeiten für viele Master und Promotionsstudenten in der Spitzenforschung. Der LHC soll im Oktober dieses Jahres in Betrieb gehen. Zur Eröffnung werden Regierungsvertreter der mehr als 60 an den Experimenten beteiligten Staaten erwartet.

Hermann Kolanoski