Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Presseportal

Ausgewählte Jubiläen im April

9. April: 70. Todestag Carl Kronacher (8.3.1871 – 9.4.1938),

einer der bedeutendsten deutschen Agrarwissenschaftler seiner Zeit; Studium der Veterinärmedizin und Landwirtschaft in Dresden und München; 1897 – 1900 Distriktstierarzt und Schlachthofdirektor; bis 1907 Tierzuchtinspektor des Zuchtverbands Franken in Bamberg; 1907 – 1916 Professur für Tierzucht an der Landwirtschaftlichen Hochschule Weihenstephan; 1916 – 1928 Professur für Tierzucht und Vererbungsforschung sowie Direktor des gleichnamigen Instituts an der Tierärztlichen Hochschule Hannover; 1928 Berufung zum Professor für Tierzüchtung und Haustiergenetik an der Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin und Direktor des gleichnamigen Instituts. Kronacher erreichte in Berlin seinen wissenschaftlichen Höhepunkt, Ausbau des Instituts in Berlin-Dahlem zu einem der führenden und modernsten Lehr und Forschungsinstitute der Welt; intensive Forschungen und zahlreiche Publikationen über die genetischen Grundlagen der Züchtung von landwirtschaftlichen Haustieren; 1936 wurde Carl Kronacher emeritiert.


8. April: 190. Geburtstag August Wilhelm von Hofmann (8.4.1818 – 5.5.1892),

bedeutender deutscher Chemiker; ab 1836 Studium der Chemie bei Justus von Liebig in Gießen; 1843 Promotion; nach seiner Habilitation ging er 1845 als Privatdozent für Chemie an die Universität Bonn; im gleichen Jahr übernahm er auf Empfehlung Liebigs eine Professur in London, dort beteiligte er sich an der Errichtung des College of Chemistry; während seines 20jährigen Englandaufenthalts lernte Hofmann die engen Wechselbeziehungen zwischen der Chemie als Wissenschaft und ihrer technischen Anwendung kennen, v.a. prägte ihn die vermittelnde Rolle der Royal Society of Chemistry; nach seiner Rückkehr nach Deutschland erhielt er 1864 den Ruf an die Berliner Universität, hier stellte er seine hervorragenden Fähigkeiten nicht nur als Hochschullehrer und Forscher, sondern auch als Wissenschaftsorganisator unter Beweis; 1867 Mitbegründer der Deutschen Chemischen Gesellschaft, dessen Gründungspräsident er wird; 18801881 Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.


15. April: 150. Geburtstag Ernst Bumm (15.4.1858 – 2.1. 1925),

deutscher Gynäkologe; studierte an der Königlichen Julius-Maximilians-Universität Würzburg Medizin; 1880 Promotion; anschließend dreijährige Ausbildung als Assistenzarzt; 1885 Habilitation für Geburtshilfe und Gynäkologie; 1891 außerordentlicher Professor; gemeinsam mit dem Orthopäden Albert Hoffa Gründung einer Privatklinik, betrieb dort als Erster bakteriologische Studien auf seinem Spezialgebiet; 1894 Lehrtätigkeit als Professor an der Universität in Basel, er wurde zugleich Direktor der dortigen Frauenklinik; im April 1901 ging Bumm an die Vereinigte Königliche Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg; dort verfasste er sein 1902 erschienenes Lehrbuch „Grundriß zum Studium der Geburtshilfe“, das Standardwerk erlebte 1922 seine 15. Auflage; 1904 erhielt er einen Lehrstuhl an der Berliner Charité, 1910 übernahm er die Direktion der Universitäts-Frauenklinik der Charité. Von 1916 – 1917 war der Mediziner Rektor der Berliner Universität. Ernst Bumm entwickelte neue gynäkologische Operationstechniken und nutzte die Erkenntnisse der Bakteriologie für sein Fach, er leistete wichtige Beiträge u.a. zur Bekämpfung des Wochenbettfiebers.


Robert Kempe