Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Presseportal

Freiheitsgrade für den Wald der Zukunft

Chancen für Wald, Landschaft und Menschen

Schülerinnen lernen in der Natur. Foto: Newal-NetWissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen brachten im März ein Forschungsverbundprojekt zur nachhaltigen Waldwirtschaft zum Abschluss. Gemeinsam mit Interessenvertretern und Praxispartnern stellten sie ein Leitbild vor. Die untersuchten Folgen von Veränderungen für die Landschaft und die Menschen in Regionen stellten sie zur Diskussion. Klimaänderungen, Wasserknappheit, die Nachfrage nach erneuerbaren Rohstoffen und Energien, technische und auch gesellschaftliche Entwicklungen lassen die Ansprüche an die Bewirtschaftung von Wäldern ständig wachsen. Zugleich bestehen die Forderungen nach der Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung - gerade in empfindlichen Ökosystemen - weiter. Aber auch der wirtschaftliche Druck auf Waldeigentümer steigt. Dass daher ein neues Leitbild für die Entwicklung von Wäldern notwendig ist, darüber waren sich viele Beteiligte schnell einig. Wie man die unterschiedlichen Ziele erreichen und den wachsenden Ansprüchen an den Wald gerecht werden kann, darüber gingen die Meinungen ebenso schnell auseinander. Gerade unter dem gegenwärtigen wirtschaftlichen Druck ist das Risiko groß, sich mit kurzsichtigen oder einseitigen Betriebsentscheidungen die Zukunft zu verbauen. Ein möglicher Ausweg wird in dem "klimaplastischen Laubmischwald" gesehen, der für zukünftige Entwicklungen mehrere Entwicklungspfade - so genannte "Freiheitsgrade" - offen hält.

Der vom Bundesforschungsministerium geförderte Forschungsverbund "Nachhaltige Entwicklung von Waldlandschaften im Nordostdeutschen Tiefland - Newal-Net" untersuchte am Beispiel der Region Schorfheide- Chorin, welche Chancen in einer Waldentwicklung liegen können, die weiterhin auf die Vereinbarkeit von Produktion, Schutz und Erholung setzt. Forscherinnen und Forscher aus sechs Einrichtungen haben über fast vier Jahre mit natur- und sozialwissenschaftlichen Methoden den "klimaplastischen Laubmischwaldtyp" untersucht, der zukünftigen Generationen vielfältige Handlungsmöglichkeiten in einer sich rasch ändernden Welt offen halten soll. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung hat den Verbund koordiniert. Die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät der HU entwickelte Konzepte zu Bildung und Kommunikation, unter anderem einen Werkstattprozess, in dem das Leitbild des Waldes der Zukunft mit vielen Interessenvertretern in der Region erarbeitet worden ist.

Kontakt

Dr. Thomas Aenis
Fachgebiet Landwirtschaftliche Beratung und Kommunikationslehre
Telefon 2093-6511

www.newal-net.de
www.nachhaltige-waldwirtschaft.de