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„archaeoworks“ – Archäologische Berufswelten

Studierende organisieren Info-Messe für Karrierechancen

Studierende der Geisteswissenschaften kennen die Frage „Und was machst du damit, wenn du fertig bist?“ nur allzu gut. Studierenden archäologischer Disziplinen begegnet diese Frage oft in der Variante: „Du studierst Archäologie? Interessant! Aber was kann man eigentlich damit machen?“

Vor genau einem Jahr entschloss sich der Regionalverband Ost des Dachverbands Archäologischer Studierendenvertretungen (DASV e.V.) auf diese Frage mit der Initiierung einer Plattform zu antworten, die dem Informationsaustausch zwischen Studierenden und Personen, die bereits in der Archäologie arbeiten, dienen sollte. Nach mehreren konstituierenden Sitzungen, an denen sich Studierende der Humboldt-Universität, der Freien Universität und der Hochschule für Technik und Wirtschaft beteiligten, entwickelte sich das Projekt einer dreitägigen Berufsmesse, die unter dem Motto „archaeoworks – Archäologische Berufswelten“ vom 20. bis 22.11.2009 in Berlin veranstaltet wurde. Den veranstaltenden Studierenden war hierbei wichtig, verstärkt nach Alternativen und dennoch fachbezogenen Berufsmodellen zu fragen, die angesichts der schwierigen Arbeitsmarktsituation in der Archäologie mehr denn je von Interesse sind.

Neben einer Reihe von Vorträgen, in denen Referentinnen und Referenten aus den verschiedenen Branchen über aktuelle Themen wie z.B. die derzeitige Arbeitssituation in ihrem Tätigkeitsfeld oder innovative Berufskonzepte gesprochen haben, bot die Messe eine Vielzahl von Informationsständen. Dort wurde den Studierenden Gelegenheit gegeben, mit in der Archäologie Arbeitenden in persönlichen Kontakt zu treten. Die Messebesucher konnten sich von den Berufsvertre­terinnen und Berufsvertretern über berufsspezifische Arbeitsinhalte und notwendige Qualifikationen informieren lassen. Auf der anderen Seite waren die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dazu angehalten die Anforderungen an zukünftige Mitarbei-terinnen und Mitarbeiter klar herauszu­stellen, da sich die Studierenden nur auf diese Weise besser auf ihre späteren Aufgaben vorbereiten ­können.Ein wesentliches Ziel von archaeoworks war und ist es, den Studierenden ein möglichst breites Spektrum an Arbeitsfeldern zu präsentieren. Neben den „klassischen Berufsfeldern“ in Wissenschaft und Forschung gehören hierzu auch weniger bekannte Beschäftigungsmöglichkeiten in Tourismusagenturen und Stiftungen u.v.a.. Um das zu gewährleisten, wurden auch aus Österreich und der Schweiz Berufsvertreterninnen und Berufsvertreter eingeladen – mit Erfolg! 50 Referenteninnen und Referenten und 40 Aussteller mit insgesamt 133 Personen an den Messeständen haben sich an archaeoworks beteiligt!

Diesem enormen Zuspruch von Seiten der Berufstätigen steht eine überwältigende Zahl an Messebesuchern gegenüber! Vom 20. bis zum 22. November 2009 haben an archaeoworks 1.112 Studierende und Absolventinnen und Absolventen teilgenommen! Dieses große Interesse bei einer allerersten Durchführung zeigt wie groß das Bedürfnis nach einer solchen Orientierungsveranstaltung ist. Mit allen eingeladenen Referenteninnen und Referenten, Ausstellern und Besuchern hat archaeoworks 1.370 Personen erreicht, eine Zahl die sich in der deutschsprachigen Archäologie sehen lassen kann. Zum Vergleich: Der Deutsche Archäologiekongress, die größte Fachtagung im deutschsprachigen Raum, zählte zuletzt im Mai 2008 in Mannheim 1.500 Teilnehmer, wohingegen er traditionell von vier archäologischen Berufsverbänden veranstaltet wird. Einen derart vergleichbaren Erfolg mit einer rein von einem Studierendenverband organisierten und durchgeführten Veranstaltung in der ersten Runde zu erzielen, hat uns in unserem Vorhaben gestärkt das Angebot einer „Archäologischen Berufsmesse“ zu einer regelmäßigen Veranstaltung auszubauen. archaeoworks2 ist für das Jahr 2011 ­angesetzt.

Maxi Haufe