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Mit Vorhängeschloss ins Grimm-Zentrum

Neue Schlösser in der Zentralbibliothek

Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Für nahezu die Hälfte aller Schließfächer im Jacob-und-­Wilhelm-Grimm-Zentrum müssen in Zukunft eigene Vorhängeschlösser mitgebracht werden. Von 1.000 Schließfächern in den Garderoben fehlten zuletzt 450 Schlüssel.

„Viele Nutzer haben sie einfach mitgenommen, um sich beim nächsten Besuch ein Schließfach zu sichern“, sagt Bibliotheksmitarbeiterin Katharina Tollkühn. Deshalb wurden alle schlüssellosen Schließfächer jetzt nach und nach mit Vorrichtungen versehen. Ein Anfang ist bereits gemacht. Die Nutzerinnen und Nutzer können sich ihre eigenen Vorhängeschlösser mitbringen.

Die Bibliotheksleitung war zur Eröffnung des Grimm-Zentrums mit 3.000 Besuchern täglich ausgegangen, derzeit liegen die Besucherzahlen um ein Vielfaches höher. Die andauernde Asbestsanierung in der Staatsbibliothek am Potsdamer Platz hat die Situation noch verschärft. Viele Nutzer weichen seither in das Grimm-Zentrum aus. „Wir hatten bis zu 100 Neuanmeldungen täglich“, so Tollkühn. Eine Umfrage hat deutlich gemacht, dass das Grimm-Zentrum zu 50 Prozent von externen Nutzern besucht wird. Zuletzt hatte die Bibliotheksleitung daher die so genannte „Homezone“ eingeführt, die gewährleistet, dass die Ebenen zwei bis vier den Studierenden und Mitarbeitern der Humboldt-Universität zur Nutzung vorbehalten sind.

Spätestens zum Start des Wintersemesters erwartet Katharina Tollkühn eine Entspannung der Situation: „Die Garderobe wird enorm erweitert. Zusätzlich wird der Ausstellungsraum im Foyer für die Einrichtung von Schließfächern genutzt.“

Constanze Haase