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Die Clubs der jungen Forscher

Vorlesungen und Praktika in Schülergesellschaften

Eine Brücke zwischen Schule und Universität wollen die Schülergesellschaften der HU schlagen. Mit Themen wie „Die Transporttricks von Zellen – Einblick in den Frachtverkehr einer menschlichen Zelle“ oder „Genregulation und innere Uhr“ beschäftigt sich die Biophysikalische Schülergesellschaft Berlin am Zentrum für Biophysik und Bioinformatik. Schülern der 11. bis 13. Klassen bietet sie Vorlesungen zu den Forschungsgebieten moderner Biophysiker.

Auch über Studiengänge klärt die Gesellschaft auf. Selbst wenn etwa der Bachelor-Studiengang Biophysik mit über 100 Bewerbern auf 20 Plätze nicht über Nachwuchsmangel klagen kann, geht es den Wissenschaftlern doch darum,besonders gute und interessierte Schüler anzusprechen. Wer Interesse hat, meldet sich formlos an und kommt dann regelmäßig zu den Vorlesungen am Institut für Biologie. Am Ende des Semesters findet ein Praktikum statt. Zum „harten Kern“ der Teilnehmer gehören heute rund 20 Schüler.

Die Mathematische Schülergesellschaft „Leonhard Euler“ (MSG) am Institut für Mathematik fördert interessierte und begabte Schüler der Klassen 7 bis 13. Und das seit 1970. In der MSG soll Mathematik Spaß machen. Es werden Inhalte vermittelt, die den mathematischen Schulstoff erweitern und vertiefen. Darüber hinaus erhalten die Schüler einen Eindruck von den Anwendungsmöglichkeiten der Mathematik. Die nach einem Auswahltest aufgenommenen Teilnehmer treffen sich einmal in der Woche für zwei Stunden zur Zirkelarbeit am Institut für Mathematik in Adlershof. Seit dem Schuljahr 2005/06 werden auch Zirkel für die 5. und 6. Klassenstufe angeboten, die an der Georg-Forster-Oberschule stattfinden. Zurzeit nehmen etwa 300 Schüler an den Zirkeln der MSG statt. Die Teilnahme an Wettbewerben wie der Mathematikolympiade und dem Bundeswettbewerb Mathematik gehören bei der Schülergesellschaft dazu.

Auch am Institut für Chemie gibt es ein spezielles Programm für Schüler. Die Chemische Schülergesellschaft Berlin richtet sich mit einer Vorlesungsreihe und Praktika an besonders begabte Schüler der 10. bis 13. Klassen. In den Vorlesungen sollen Schüler – und auch Lehrer – mehr über aktuelle Entwicklungen in der chemischen Forschung erfahren. Außerdem wird Unterrichtswissen vertieft und durch Experimente, die in der Schule nicht immer durchführbar sind, veranschaulicht. Und die Schüler entdecken, dass zwischen Biologie, Chemie, Mathematik und Physik ein enger Zusammenhang besteht. Insbesondere in den Grenzbereichen dieser Wissenschaften werden heute die interessantesten wissenschaftlichen Ergebnisse erzielt.

In den Praktika lösen die Schüler chemische Aufgaben selbstständig und erlernen Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens. Durchschnittlich 80 Teilnehmer besuchen die Vorlesungen, und 40 Schüler nutzten die jährlich angebotenen Praktika. Am Sommerkurs Umweltanalytik am Weißen See können 18 Schüler teilnehmen. Viele der ehemaligen Kursteilnehmer studieren inzwischen auf dem Campus Adlershof. Und da 15 Jahre seit der Etablierung der Schülergesellschaft vergangen sind, arbeiten einige Teilnehmer auch schon erfolgreich als Wissenschaftler oder Lehrer.
HU

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