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Studie: Besser lernen mit Notebooks

Von Heike Schaumburg

An vielen Schulen in Deutschland werden derzeit „Laptopklassen“
eingerichtet – in denen jeder Schüler und jede Schülerin einen eigenen
mobilen Computer zum Lernen in der Schule und zuhause nutzt. Doch lohnt
der technische und finanzielle Aufwand überhaupt? Eine neue Studie der
Humboldt-Universität zeigt, dass Notebooks tatsächlich einen
entscheidenden Beitrag dazu leisten können, dass Schüler selbständiger
und motivierter lernen.<br />
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Für die Studie wurden Schüler und Lehrer aus 13 weiterführenden
Schulen getestet, die sich an dem niedersächsischen Modellversuch „1000
mal 1000: Lernen in Notebook-Klassen“ beteiligten. Die Untersuchung
wurde im Auftrag des Vereins „Schulen ans Netz“ durchgeführt und vom
Bundesforschungsministerium und dem Europäischen Sozialfonds
gefördert.<br />
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Demnach sinkt im Unterricht mit Notebooks der Anteil an
Frontalunterricht deutlich. Dafür sind Phasen, in denen die Schüler
sich individuell oder in Kooperation mit anderen mit den Aufgaben
auseinandersetzten, häufiger. Die Schüler gaben an, sich mehr für die
Schule anzustrengen als ihre Kameraden, die ohne Notebook unterrichtet
wurden. Sie äußerten insbesondere für den Deutschunterricht mehr
Lernfreude. Haupt- und Realschüler aus Notebook-Klassen zeigten eine
positivere Entwicklung ihrer Leseleistung als ihre Mitschüler ohne
Notebook. Bei einem Aufsatztest schnitten Realschüler und Gymnasiasten
aus Notebook-Klassen besser ab als Schüler der Parallelklassen. <br />
<br />
Die Untersuchung erbrachte aber noch ein weiteres wichtiges Ergebnis:
Notebooks allein bewirken überhaupt nichts! Bei der Untersuchung der
Schulen zeigte sich eine große Spannweite im Einsatz der Geräte.
Während sie an einigen Schulen täglich im Einsatz waren, wurden die
Schüler an anderen nur punktuell mit Notebooks unterrichtet. Zwischen
den Schulen zeigten sich große Unterschiede im pädagogischen Konzept,
in der Unterstützung der Lehrkräfte und in den organisatorischen
Rahmenbedingungen. Dabei machte ein Vergleich deutlich, dass die
Einsatzhäufigkeit der Geräte und die Zufriedenheit der Lehrkräfte mit
dem Projekt dann besonders hoch war, wenn das Projekt von der
Schulleitung unterstützt wurde. Wichtig war auch, dass die Lehrer
intensiv zusammenarbeiteten.<br />
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Es kann also gefolgert werden, dass Notebooks allein noch keinen
besseren Unterricht machen. Mobiles Lernen wird erst dann zum besseren
Lernen, wenn Lehrer bereit sind, neue Strategien und neue Lernmethoden
zu erproben und zu entwickeln. Hierfür benötigen sie Unterstützung und
Zeit. Notebook-Initativen sollten deshalb mehr sein als
Ausstattungsinitiativen. Damit sich die Investition in die Technik
lohnt, müssen entsprechende Ressourcen für Wartung und Support,
Fortbildungen und Austausch der Lehrkräfte bereitgestellt werden.
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Die Autorin ist Mitverfasserin der Studie. <br />
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Die Studie ist kostenlos im Internet erhältlich: <br />
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http://itworks.schulen-ans-netz.de/dokus/n21evaluationsbericht.pdf