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Dem Patent auf der Spur

Daniela Rings ist Transfer-Managerin.

An hervorragenden Ideen mangelt es an der Humboldt-Universität keineswegs. Doch wenn es darum geht, die Erkenntnisse der Forschungsarbeit aus den Laboren und Arbeitsräumen in die Praxis zu überführen, konkrete vermarktbare Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln – also Innovationen zu erzeugen –, ist oftmals Hilfe gefragt. Denn bevor es zu einer Forschungskooperation mit der Wirtschaft oder zu einer Ausgründung kommt, sollten die Ideen zunächst geprüft werden: Sind sie anwendungsorientiert und nah am Markt?

Gut, dass es Daniela Rings gibt. Die engagierte Transfer-Managerin für den Campus Mitte/Nord spricht Professorinnen und Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Arbeitsgruppen direkt auf ihre Ideen an.

Auf gut 60 solcher Scouting-Interviews kommt sie jährlich. Diese Erstgespräche sind der Beginn der Ideensuche und schaffen Vertrauen. „Ich erlebe es relativ häufig, dass sich dabei bereits erste Einfälle für die anwendungsorientierte Gestaltung der Forschungsarbeit, für mögliche Kooperationen mit Unternehmen oder die kostendeckende Weiterführung eines bereits laufenden Vorhabens ergeben“, sagt Rings.

Ist die grobe Richtung für die marktfähige Entwicklung einer Idee erst einmal abgesteckt, geht es in die Potenzial-Analyse. Die Transfermanagerin schaut sich das Umfeld, in dem die Idee bestehen soll, detailliert an: Steckt da vielleicht ein Patent drin? Wie viel Konkurrenten gibt es auf dem Markt? Wer sind potenzielle Kunden oder interessierte Kooperationspartner? Alles Fragen, die vor einer erfolgreichen wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen geklärt werden müssen, aber nicht unbedingt im Fokus der wissenschaftlichen Arbeit stehen.

Daniela Rings sieht sich als Vermittlerin zwischen den mitunter so unterschiedlichen Welten von Theorie und Praxis. Viele Wissenschaftler hätten allerdings eine genauere Kenntnis vom Markt, als sie selber glauben.

Auf Informationsveranstaltungen und Workshops wie dem IP Day, durch die Bewerbung von Forschungsprogrammen, die den Wissenstransfer fördern, aber auch durch Gründer- und Businessplanwettbewerbe soll der Unternehmergeist stärker als bisher im universitären Alltag etabliert werden. Dazu werden derzeit neue Formate entwickelt. So will die Veranstaltungsreihe „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ Unternehmer und Wissenschaftler zusammenbringen, um mögliche Kooperationen zu fördern.

Rings ist eine von zwei Transfermanagern der Humboldt-Universität, am Campus Adlershof unterstützt Torsten Heitjans die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Nach einigen Jahren Berufserfahrung im Bereich der Unternehmensentwicklung fühlt sich Rings im akademischen Umfeld wohl: „Ich bin von Natur aus neugierig und lerne hier permanent neue Themenfelder kennen.“ Sie freut es, Wissenschaftler dabei zu unterstützen, ihre Forschung und ihr Wissen in die Gesellschaft und die Wirtschaft zu transferieren. „Eine Universität mit all ihren verschiedenen Bereichen und Grenzgebieten ist für mich ein ausgesprochen spannender Arbeitgeber.“

Dirk Maier