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Der Vielfalt der Studierenden gerecht werden

Das neue HU-Projekt „Vielfalt der Studierenden“ richtet sich mit Informations-, Beratungs- und Betreuungsangeboten an nicht-traditionell Studierende

­­­­­Studierende in einem Hörsaal

Die HU weitet ihr Beratungs- und Informationsangebot für Studierende aus. Foto: Matthias Heyde

Vielfalt ist ein unverzichtbarer Charakterzug unserer Gesellschaft. Doch obwohl der Begriff omnipräsent erscheint, fehlt es oft an plastischen Umsetzungsmöglichkeiten. Welche Stimmen im vielfältigen sozialen Spektrum müssen insbesondere Gehör finden?

Die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) hat aus dieser Fragestellung Anfang des Jahres ein neues Projekt entwickelt. „Vielfalt der Studierenden“ richtet sich an nicht-traditionell Studierende, zum Beispiel Geflüchtete, Studierende mit Beeinträchtigungen, Studierende ohne Abitur aber auch Studienzweiflerinnnen und –zweifler. Ungeachtet des akademischen oder sozialen Hintergrundes können diese Studierenden die praktischen Angebote zu jedem Zeitpunkt ihres Studiums nutzen.

Unter den Schlagwort „Information Plus“ (Information + Erfahrung + Beratung + Betreuung) sind die Veranstaltungs- und Beratungsangebote für alle zugänglich. Sie vermitteln nicht nur trockenes Fachwissen, sondern auch eigene Erfahrungswerte, und zeigen die Vielfalt, die (schon) an der HU besteht. Das spiegelt sich auch im gemischten und vielfältigen Expertenteam wider.

Vielfalt der Studierenden: Wer und Wie?

Crossover – Zentrum für beruflich Qualifizierte

Viele Menschen ohne Abitur, oder akademischen Bildungshintergrund, schließen die Option eines Studiums vorzeitig aus. Dabei ist ein Studium auch mit alternativen Voraussetzungen möglich. Mit derartigen Fragestellungen befasst sich das Team von Crossover mit regelmäßigen offenen Beratungen zu den Zugangsvoraussetzungen auf dem Campus Mitte und Adlershof. Beruflich qualifizierte studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben Tipps zur Studienwahl und zu beruflichen Perspektiven.  

„Kann ich überhaupt mit meiner beruflichen Laufbahn an der HU studieren? Wie vereinbare ich meine Familie und das Studium am besten miteinander?“ Auf diese und andere Fragen wird in der Veranstaltung „Jemand muss den Anfang machen – ohne Abi zum Studium“ eingegangen. Verschiedene Expertinnen und Experten geben Auskünfte über Zulassungsbestimmungen, Studienfinanzierung, Vereinbarkeit von Familie und Studium oder Unterstützungsangebote wie firstgen, am 26. April 2017, 15-18 Uhr im Senatssaal.

Geflüchtete an der HU

Seit September 2015 besteht für Studieninteressierte mit Fluchthintergrund die Möglichkeit, in einer offenen Sprechstunde über die Aufnahme eines Studiums und unterstützende Angebote informiert zu werden. Diese findet wöchentlich dienstags von 13-16 Uhr im Studierenden-Service-Center auf Deutsch, Englisch und Arabisch sowie am ersten und letzten Dienstag des Monats auf Farsi statt.

War es zunächst lediglich möglich, als Gasthörende an Veranstaltungen verschiedener Institute und Fakultäten teilzunehmen, so wird das Angebot ab dem Sommersemester 2017 durch das Programm HU4Refugees ergänzt. Im Rahmen von HU4Refugees können Veranstaltungen besucht und Prüfungsleistungen erworben werden. Parallel finden durch den DAAD geförderte studienvorbereitende Sprachkurse Deutsch statt.

Stabstelle Studienabbruch: Abbrechen? Wechseln? Neuorientieren!

Während des Studiums können immer wieder Studienzweifel und Gedanken an einen Abbruch aufkommen. Zudem erschweren oftmals Studienprobleme den erfolgreichen Abschluss. Die Perspektivenberatung Studienausstieg berät bei einem Fach- oder Hochschulwechsel oder geplantem Abbruch. Nach der Analyse der jeweiligen Situation wird gemeinsam und ergebnisoffen nach Lösungen gesucht. Zusätzlich zur wöchentlichen Beratung finden spezielle Angebote für Studienzweiflerinnen und Studienzweifler statt.

Studium mit Beeinträchtigung

Hier stehen Studierende mit motorischen und sensorischen Beeinträchtigungen ebenso im Fokus wie Studierende mit chronischen und psychischen Erkrankungen. Auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen stehen einem (erfolgreichen) Studium mit einer Beeinträchtigung hauptsächlich zwei Hindernisse im Weg: Hemmungen bzw. Scham und nicht vorhandene Kenntnis der Angebote auf Seiten der Studierenden und Studieninteressierten, aber auch der Lehrenden.

Der Auftakt erfolgt mit der Veranstaltung HU inklusiv & divers – Studieren mit Beeinträchtigung am 17. Mai 2017, bei der Unterstützungsangebote und Informationen zum Studienalltag mit Beeinträchtigung vorgestellt werden.

Weitere Informationen

Kontakt

Dr. Jochen Ley
Humboldt-Universität zu Berlin
Allgemeine Studienberatung und –information

Tel.: 030 2093-70257
jochen.ley@uv.hu-berlin.de

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