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Humboldt-Universität spricht sich für einen respektvollen Umgang aus

Erklärung der Universitätsleitung

In den vergangenen Wochen häufen sich Angriffe auf Mitglieder der Humboldt-Universität zu Berlin, die von ihrem Grundrecht Gebrauch machen, wichtige gesellschaftliche Themen aufzugreifen und ihre wissenschaftlichen oder persönlichen Auffassungen dazu frei zu vertreten. Sie werden in Blogs, in verschiedenen weiteren Medien oder in Form anderer Wortmeldungen beleidigt, in ihrer Ehre verletzt und sogar mit Gewalt bedroht. Unwürdige Reaktionen dieser Art waren jüngst gegen Prof. Dr. Lann Hornscheidt von der Kultur,- Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin gerichtet.

Die Universitätsleitung nimmt diese Entwicklung zum Anlass für folgende Erklärung:

Die Humboldt-Universität zu Berlin ist ein Ort freien und unabhängigen wissenschaftlichen Austauschs. Die Voraussetzung dafür ist, dass jedes Mitglied unserer Universität ohne Angst wissenschaftliche Auffassungen äußern und zur Diskussion stellen kann. Unterschiedliche Meinungen sind selbstverständlich und gewollt an einer intakten Universität und müssen offen, respektvoll und fair diskutiert werden können.

Es ist uns wichtig, dass an der Humboldt-Universität zu Berlin auch künftig ein Geist der Freiheit, der Toleranz und der gegenseitigen Achtung herrscht. Niemand darf wegen seiner bzw. ihrer ethnischen Herkunft, der geschlechtlichen Selbstbestimmung, des persönlichen Lebenskonzepts, des Glaubens, der Weltanschauung oder wegen sonstiger Unterscheidungsmerkmale diskriminiert, beschimpft oder gar bedroht werden. Diskriminierung, Homophobie, politischer Extremismus und Rassismus haben keinen Platz an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Wir werden es nicht dulden, wenn gegen elementare menschliche und demokratische Grundsätze an unserer Universität verstoßen wird. Geschieht dies, können sich die Betroffenen solcher Vorgehensweisen des Schutzes und der Solidarität der Universitätsleitung und der Mitglieder unserer Universität gewiss sein.

Weitere Informationen

Erklärung der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten: "Diffamierungen und Gewaltandrohungen gegenüber Wissenschaftlern sind inakzeptabel" (15. Dezember 2014)

 

 

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