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FUNDRAISING

Arboretum

In der ehemaligen Späth’schen Villa sind Büro-, Labor-, Kurs- und Sammlungsräume untergebracht. Die Pflanzenbestände der Freiflächen sind öffentlich zugänglich und liefern Material für die universitäre Forschung und Lehre.

Das Späth-Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin trägt den Namen seines Gründers Franz Späth (1839 - 1913), dem Sohn des Inhabers der Baumschule Ludwig Späth (gegründet 1720 durch Christoph Späth). Es wurde als Schaugarten und Versuchsfläche konzipiert und 1879 vom Berliner Stadtgartendirektor Gustav Meyer (1816-1877) im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt.

Ziel: Bessere Ausschöpfung des Potentials der öffentlichen Dienstleistungen des Späth-Arboretums

Die Späth’sche Baumschule ist seit 1990 wieder im Besitz der Späth-Nachfahren und damit der älteste Gewerbebetrieb Berlins. Das Arboretum und das ehemalige Herrenhaus gehören seit 1961 zur Humboldt-Universität zu Berlin, zunächst als Bereich des Museums für Naturkunde, aktuell als Außenstandort einer Arbeitsgruppe des Institutes für Biologie.

Sammlungen

Das Arboretum beherbergt einen gartenhistorisch und dendrologisch bedeutsamen Gehölzbestand (ca. 1200 Arten und Sorten). Die Einzigartigkeit und Schutzwürdigkeit der Sammlung wurde durch die Verleihung der Ehrenplakette der International Dendrology Society (IDS) im September 1998 unterstrichen. Das Späth-Arboretum ist bislang die einzige Einrichtung in Deutschland, die diese Auszeichnung trägt. Hierzu gesellen sich mehrere Forschungs- und Lehrsammlungen von Gehölzen und krautigen Pflanzen so dass sich insgesamt ca. 4000 Arten und Sorten auf 3,5 ha Fläche befinden.

Projekte

Um das Potential öffentlicher Dienstleistungen des Späth-Arboretums zukünftig noch besser ausschöpfen zu können, sollen möglichst zeitnah folgende Projekte durch die Humboldt-Universität zu Berlin mit Unterstützung durch externe Finanzierungen durchgeführt werden.

  1. Verbesserung der Nutzbarkeit der Lebendsammlung für Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit:
    Neubeschilderung aller Akzessionen entsprechend des wissenschaftlichen Kenntnisstandes, Beschilderung von „Pflanzen aus Späths Zeiten“ und des Heilpflanzengartens.
  2. Verbesserung der Besucherinfrastrukturen:
    Schutzzaun zur Verminderung von Lärmimmissionen durch angrenzende Straßen und zur Verbesserung der Außenwirkung der Einrichtung (Werbefläche), sanitäre Einrichtungen, Parkfläche und Radständer, Bänke, Brücke am Teich, Infotafeln.
  3. Verbesserung der technischen Infrastrukturen:
    Wirtschaftshof und Fuhrpark, Ringwasserleitung, Tiefbrunnen, Orangerie, neues Gewächshaus mit Kalthaus für die nachhaltige Pflege der Lebendsammlungen.
  4. Denkmalgerechte Sanierung der Späth’schen Villa:
    Renovierung der Fassade, des Daches und der Innenräume, Schaffung optimaler konservatorische Bedingungen für die im Gebäude untergebrachten Sammlungen sowie von zeitgemäßen Arbeitsräumen für die Forschenden, die Studierenden und die Schul- und Öffentlichkeitsbildung.
  5. Stärkung des gärtnerischen Bereiches:
    Stiftungsgärtnerstellen für die adäquate Pflege der Anlagen laut Empfehlung der Deutschen Botanischen Gesellschaft.
  6. Entwicklung des Bereiches Öffentlichkeitsbildung:
    Einrichtung einer „Grünen Schule“
  7. Landschaftsplanung:
    harmonische Eingliederung von Neuakzessionen Späth’scher Gehölze sowie neuer Spezialsammlungen (insbesondere Freilandfarne) entsprechend der Meyer’schen Tradition.
  8. Neuordnung der systematischen Abteilung:
    Umbau entsprechend des wissenschaftlichen Kenntnisstandes für akademische Lehre und Öffentlichkeitsbildung sowie Anlage eines Wildpflanzenquartiers auf der Erweiterungsfläche zur Materialversorgung der botanischen Grundlehre.