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Wiederherrichtung der Tierarzneischule von Carl Gotthard Langhans

Die ehemalige Königliche Tierarzneischule mit anatomischem Theater wurde 1789/90 von Carl Gotthard Langhans im Auftrag von König Friedrich Wilhelm II. entworfen. Der Langhans-Bau gehört der Humboldt-Universität zu Berlin und ist das älteste und bedeutendste erhaltene Wissenschaftsgebäude in der Hauptstadt.

Die ehemalige Königliche Tierarzneischule auf dem Campus Nord.

Bei dem Langhans-Bau handelt sich um einen Zentralbau mit einem überkuppelten runden und gestuften Hörsaal, der in Anlehnung an die berühmte Villa Rotonda des italienischen Renaissancebaumeisters Andrea Palladio entstand. Das Gebäude liegt in den ehemaligen Reußschen Gärten, im geschützten Innenhof des heutigen lebenswissenschaftlichen Campus Nord der HU.

Es ist ein denkmalmalpflegerisches Juwel, das die Zeiten zwar beschädigt, aber in weiten Teilen original im Verborgenen überstanden hat. Ursprünglich diente der Bau als Forschungsstelle für Pferdekrankheiten zur Verbesserung der Preußischen Kavallerie. Im teil-öffentlichen Sezierraum konnten Gelehrte und Studenten der Untersuchung eines Pferdekadavers beiwohnen - daher: Anatomisches bzw. Zootomisches Theater, im Berliner Volksmund "Trichinentempel".

Das Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HZK), eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung der Humboldt-Universität, die sich u.a. der Erschließung und Präsentation der einzigartigen Wissenschaftssammlungen der HU widmet, wird das Gebäude zukünftig nutzen. Das HZK und die Universität wollen das Anatomische Theater und die umliegenden Räume als öffentliche Vortrags- und Veranstaltungsstätte sowie Ausstellungen der universitären Sammlungen nutzen: "Berliner und ihre Gäste kennen bislang in der Regel nur einen Langhans-Bau: das Brandenburger Tor. Sie werden jetzt Gelegenheit haben, ein weiteres architektonisches Juwel von Langhans kennenzulernen und darin die einzigartigen Sammlungen der Humboldt-Universität besichtigen zu können.", so Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Markschies, Präsident der HU. Im zeitlich späteren Anbau von 1875 (Gerlach-Bau) und einem Annex aus den 1930er Jahren sollen Seminarräume, weitere Ausstellungsräume und Büros entstehen.

Die Humboldt-Universität bemüht sich bereits seit einigen Jahren um die Wiederherrichtung des Gebäudes mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Landesdenkmalamtes, Städtebaumitteln und einer erheblichen Spende der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG. Die Außensanierung kann so Ende 2009 abgeschlossen werden. Weitere Anstrengungen sind allerdings nötig, um diesen außergewöhnlichen und weitgehend unbekannten Schatz des frühen Berliner Klassizismus dauerhaft zu sichern.

 

Förderer:

Hermann Reemtsma Stiftung
Deutsche Stiftung Denkmalschutz



 

Ansprechpartnerin

Mariana Bulaty
Fundraising

Telefon: +49 (30) 2093-2147
mariana.bulaty@uv.hu-berlin.de