Von 2010 bis 2020 war Reckwitz Professor für Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina. Ende 2019 erschien sein jüngstes Buch „Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne“.
Im nächsten Wissenschaftspodcast der HU ist Prof. Dr. Reckwitz Gesprächspartner der Radiojournalistin Cora Knoblauch. Hierbei widmet Reckwitz sich der Singularisierung des Sozialen in der Spätmoderne und hinterfragt, wie sie sich auf die Sozialstruktur auswirkt. 2019 wurde der Sozialwissenschaftler mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld will er unter anderem Grundlagenwerke der Sozial- und Kulturwissenschaften aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche übersetzen lassen. Ein künftiger Arbeitsschwerpunkt wird der Wissenschaftler auf das Spannungsfeld zwischen Fortschritt und Verlusterfahrung in der Moderne legen, wobei auch aktuelle Phänomene von Nostalgie, Trauma, Populismus und Resilienz in den Fokus rücken.
Autor: Lars Klaaßen