Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin

Forschungsschwerpunkte

SFB 507: Die Bedeutung nicht-neuronaler Zellen bei neurologischen Erkrankungen

Ziel des Sonderforschungsbereichs ist es, die Bedeutung nicht-neuronaler Zellen, ihrer Interaktion untereinander und ihrer Interaktion mit neuronalen Zellen bei neurologischen Krankheiten aufzuklären. Dabei interessiert im Bereich der akuten neurologischen Erkrankungen die Beteiligung verschiedener nicht-neuronaler Zellen an Schadenskaskaden im ZNS (Projektbereich A), während im Projektbereich B die Eigenschaften und Entstehungsbedingungen von Tumoren im ZNS Gegenstand der Forschung sind. Im Projektbereich C schließlich stehen die Funktionen von Astro- und Mikrogliazellen bei mehr protrahiert verlaufenden neurologischen Erkrankungen im Vordergrund. Mit modernen morphologischen, molekularbiologischen und zellbiologischen Untersuchungstechniken sowie funktionellen Methoden, einschließlich verschiedener bildgebender Meßverfahren und in enger Zusammenarbeit mit klinisch orientierten Arbeitsgruppen soll ein komplexes Verständnis von den Pathomechanismen neurologischer Erkrankungen erarbeitet und somit die Grundlage für die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze geschaffen werden.

Teilprojekte:
Projektbereich A: Nicht-neuronale Mechanismen bei akuten ZNS-Erkrankungen
A 1: Cortical spreading ischemia: Ein neues Ischämieprinzip (Dreier/Dirnagl; Medizinische Fakultät Charité, Klinik für Neurologie)
A 2: Einfluß von Astrozyten auf Gehirnendothelzellen bei Hypoxie (Blasig; Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie)
A 5: Fokale cerebrale Ischämie und induzierte Ischämietoleranz: Rolle von Makrophagen und Mikroglia (Dirnagl; Medizinische Fakultät Charité, Klinik für Neurologie)
A 6: Rolle von Stickstoffmonoxid bei der Kalium-vermittelten Dilatation zerebraler Arterien unter physiologischen Bedingungen und nach zerebraler Ischämie und Spreading Depression (Klee/Lindauer, Medizinische Fakultät Charité, Institut für Physiologie)
A 7: Rolle der Mikroglia im Eisenstoffwechsel des Gehirnes - Schädigung Eisen-bindender Proteine bei radikalischer Belastung (Grune; Medizinische Fakultät Charité, Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation)

Projektbereich B: Entzündung und Tumoren
B 1: Physiologische Eigenschaften glialer Tumore (Kettenmann; Max-Delbrück-Centrum, Berlin)
B 6: Gliaaktivierung - Ein Schlüsselmechanismus in der Schadenskaskade der bakteriellen Meningitis (Weber/Einhäupl; Medizinische Fakultät Charité, Klinik für Neurologie)
B 8: Schmerzinhibition durch Migration Opioid-enthaltender Immunzellen in entzündetes Gewebe (Stein/Welte; Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, UKBF Freie Universität Berlin)
B 9: Intrazelluläre Signalverarbeitung bei mikroglialer Aktivierung: Beteiligung von Proteinkinasen und Proteinphosphatasen der JAK/STAT und ERK/MAPK Kaskaden (Hanisch; Max-Delbrück-Centrum, Berlin)
B 10: Molekulare Charakterisierung von Gliomen (von Deimling; Medizinische Fakultät Charité, Institut für Neuropathologie)

Projektbereich C: Funktion nicht-neuronaler Zellen bei degenerativen und regenerativen Prozessen im zentralen Nervensystem
C1: Beteiligung von Gliazellen an transneuronalen Veränderungen nach entorhinaler Läsion (Nitsch; Medizinische Fakultät Charité, Institut für Anatomie)
C2: Expression und Regulation von Apolipoprotein E (APOE) in Gliazellen nach experimenteller und neuropathologischer Läsion (M.Alzheimer), (Ohm; Medizinische Fakultät Charité, Institut für Anatomie)
C3: Funktionen von Gliazellen während epileptogener Prozesse (Eder/Heinemann; Medizinische Fakultät Charité, Institut für Physiologie)
C4: Änderung der intrazellulären Kalzium-Konzentration, freier Fettsäuren und der Glutathionspiegel in pathologisch veränderten und normalen Astrozyten (Müller; Medizinische Fakultät Charité, Institut für Physiologie)
C5: Untersuchungen zur Kommunikation zwischen Neural- und Immunzellen mittels akuter und chronischer intracerebroventrikulärer Applikation pro und anti-inflammatorischer Zytokine im Tierversuch (Woiciechowsky/Volk; Medizinische Fakultät Charité Klinik für Neurochirurgie, Institut für Medizinische Immunologie)

Projektbereich Z: Geschäftsführung und zentrale Dienste
Z 2: Zwei-Photonen-Laserscanning Mikroskop (Einhäupl; Medizinische Fakultät Charité, Klinik für Neurologie)
Z: Sprecherhaushalt (Einhäupl; Medizinische Fakultät Charité Klinik für Neurologie)

Beteiligte Fakultäten/Institute der Humboldt-Universität zu Berlin:
Medizinische Fakultät Charité

Sprecher:
Prof. Dr. Karl M. Einhäupl
Medizinische Fakultät Charité
Klinik für Neurologie
Schumannstr. 20/21
D–10098 Berlin
Tel.: +49 30 450-560102
Fax: +49 30 450-560932
E-Mail:  karl.einhaeupl@charite.de

Weitere beteiligte Wissenschaftler/innen der Humboldt-Universität:
PD Dr. Ulrich Dirnagl, Dr.Jens Dreier, Dr. Claudia Eder, Prof. Dr. Rosemarie Grantyn, Dr.Tilmann Grune, Prof. Dr. Uwe Heinemann, Prof.Dr. Helmut Kettenmann, Dr. Rolf Klee, Dr. Ute Lindauer, Prof. Dr. Wolfgang Müller, Prof. Dr. Robert Nitsch, Prof. Dr. Thomas Ohm, Prof. Dr. Andreas v. Deimling, Prof. Dr. Hans-Dieter Volk, Dr. Christian Woiciechowsky

Laufzeit: 7/1995 - 12/2007

Online-Information:
 http://www.charite.de/ch/neuro/forschung/projekte/sonderforschungsbereich507/sonderforschungsbereich507.html