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Humboldt-Universität zu Berlin

Inklusive Ringvorlesung

In Zusammenarbeit mit der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät bietet die AG Barrierefreie Lehre eine inklusive Ringvorlesung für alle im Sommersemester 2021 an.

Die Idee

Barrierefreie Lehre und Inklusion sind besonders in den digitalen Semestern seit Beginn der Covid-Pandemie ein Thema. Während in Präsenzveranstaltungen die Maßnahmen zur Barrierefreiheit zum größten Teil bekannt und etabliert waren, haben digitale und vor allem auch asynchrone Formate neue Herausforderungen für Lehrende und Studierende geschaffen.

Mit der inklusiven Ringvorlesung möchten wir den Versuch machen, Vorlesungen bedarfsunabhängig und inklusiv zu gestalten. Alle Lehrveranstaltungen werden von Schriftdolmetschenden begleitet, die Lehrmaterialien sind barrierefrei gestaltet. So wird ein Blick in verschiedene Disziplinen für möglichst alle Studierenden und Interessierten ermöglicht und eine Vision inklusiver Lehre aufgezeigt.

Der Rahmen

Die digitale Ringvorlesung wird von der AG Barrierefreie Lehre organisiert und setzt sich aus Vorlesungen verschiedener Studiengänge zusammen. Alle Vorlesungen werden mit Untertitelung vorliegen. Die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierte und die Teilnahme ist auch an einzelnen Veranstaltungen ohne Anmeldung möglich.
Die Veranstaltung findet gemischt (synchron & asynchron) statt. Bei gemischten Vorlesungen werden die Videos einige Tage vor dem Termin hochgeladen und am jeweiligen Datum in einem Webinar diskutiert.

Da es sich um eine interdisziplinäre Vortragsreihe handelt, bei der keine Leistungen erbracht werden können, ist ein Erwerb von Leistungspunkten in dieser Ringvorlesung nicht möglich.

Termine und Themen (vorläufig)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Ringvorlesung ist offen für alle Interessierten, sowohl innerhalb der Humboldt-Universität als auch außerhalb. Das Programm ist vorläufig und entwickelt sich dynamisch.

Die Unterlagen und Veranstaltungslinks sind in diesem Moodle-Kurs (klick!) zu finden. Am Tag der jeweiligen Veranstaltung werden die Zoom-Links auch dort veröffentlicht.

 

22.04.2021 - Inklusion digital.?!

 

  • asynchron
  • Dozent: Prof. Dr. Michael Arnold-Wahl
  • Einzelvortrag, Institut für Rehabilitationswissenschaften

Der Vortrag stellt zunächst dar, was Inklusion bedeutet, reißt als nächstes das Themenfeld Digitalisierung und Neue Medien an und gibt einen Einblick welche Besonderheiten diese Bereiche aufweisen. Es wird aufgezeigt, wie Neue Medien in Schul- und Arbeitskontexten eingesetzt werden. Zum Schluss des Vortrages liegt der Fokus auf der Zusammenführung und der Darstellung in wie weit Inklusion durch Digitalisierung begünstigt werden kann.

 

06.05.2021 - Autismus - na und? Abseits der Norm, aber enorm in Ordnung

 

Veranstaltungsflyer für den Vortrag "Autismus - na und?" - alle Informationen auch im Text.

  • Zeit: 16-18 Uhr s.t.
  • Dozentin: Tabea Ketterer
  • Einzelvortrag in Zusammenarbeit mit dem autismus Bodensee e.V., der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Universität Potsdam, der Beratungsstelle Barrierefrei Studieren des Studierendenwerks Berlins und Diversicon.
  • Link zur Veranstaltung:

    https://hu-berlin.zoom.us/j/68648831803?pwd=L1hDQXhacGg5RDlVWE8zZmlYZ0h6UT09

    Meeting-ID: 686 4883 1803
    Passwort: 050689

„Autismus ist meine Superkraft!" – unter diesem Motto möchten wir in unserem Vortrag mit dem Stigma rund um das Thema Autismus aufräumen. Personen mit dieser Besonderheit berichten authentisch aus ihrem Alltag – und zwar aus männlicher und weiblicher Sicht. Abgerundet wird die Veranstaltung von einem der führenden Experten auf diesem Gebiet: Dr. Tony Attwood. Er wird per Video-Einspieler von uns gestellte Fragen zum Thema beantworten. Zum Schluss folgt eine Diskussionsrunde, in der die Teilnehmenden ihre Fragen zum Thema einbringen können.

 

11.05.2021 - Die Farben des aktuellen Coronavirus im Lichte der Geschichte pandemischer Bilder

 

Am 30.1. 2020 publizierten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), ansässig in Washington, ein mehrfarbiges Bild, das unerwartet schnell zur Ikone der derzeitigen SARS-Cov2 Pandemie wurde: eine anthrazitfarbene dreidimensionale Kugel, scheinbar von erkennbarer Textur, mit alarmroten Anhängen, den Spikes, die der Kugel, wie es gelegentlich heißt, ein „gruseliges“ Aussehen geben. Die, die dieses Werk in die Welt gebracht hatten, Alissa Eckert und Dan Higgins, sagten damals, es sei erstaunlich wenn die eigene künstlerische Arbeit so viele Menschen erreicht und tatsächlich einen Unterschied macht.
Die Geschichte überlieferter Bilder von Pandemien ist Jahrhunderte alt. Mit der Kopplung von Aids mit dem HI-Virus war erstmals und in dem Ausmaß zum letzten Mal, ein graphisches Virusmodell – dann in schwarz-weiß – zum Emblem einer weltweit bedrohlichen Krankheit geworden.
Weniger begeistert von dem ikonisch gewordenen CDC-Bild problematisierte eine spanische Forschergruppe diese Corona-Darstellung schon 2020 als „fake“ und sprach von einer „infodemic“. Das Bild entstand in einem wissenschaftsnahen Kontext, fügt sich historisch in die wissenschaftliche Diagrammatologie der Viren, die auch vom Druck angetrieben wird, für hochrangige Journals ästhetische Bilder produzieren zu müssen und ist zugleich genau darum umstritten.
Zu einer genaueren Auseinandersetzung verhelfen Ludwik Fleck, Donna Haraway und jüngere Studien der Medientheorie und zur visuellen Pandemiegeschichte. War die Gleichsetzung von AIDS und dem HI Virus vor dessen spezifischen historischen Kontext gewollt oder ungewollt womöglich ein bedeutsamer Schritt in Richtung der Entdiskriminierung der Betroffenen, lässt sich über 30 Jahre später auch im Fall von Corona mit dem Blick auf die Geschichte pandemischer Bilder fragen, was das unendlich zitierte Bild des CDC uns sagt und was es verschweigt. Eine besondere Rolle spielen dabei die Farben.

 

25.05.2021 - Demokratie

 

  • Zeit: 10-12 Uhr c.t.
  • Dozenten: Prof. Dr. Christian Volk und Dr. Andreas Schäfer
  • Aus der Vorlesung "Politiktheoretische Terminologie", Institut für Sozialwissenschaften

Die Vorlesung setzt sich in ideengeschichtlicher und systematischer Perspektive mit zentralen politiktheoretischen und politikwissenschaftlichen Begriffen auseinander. Der erste Themenblock beschäftigt sich mit Begriffen, die den Gegenstandsbereich der Politischen Theorie spezifizieren (Politik, Macht & Herrschaft, Staat & Souveränität, Recht & Verfassung, Demokratie). Ziel der Vorlesung ist es, die Studierenden in die Komplexität und den multidimensionalen Charakter politiktheoretischer Begriffssprache einzuführen, unterschiedliche Verständnisweisen von Begriffen deutlich zu machen und die wissenschaftliche Debatte um diese Begriffe in ersten Ansätzen zu
vermitteln.

Den Studierenden wird jeweils eine Woche vor jeder inhaltlichen Sitzung eine Videoaufzeichnung über Moodle zur Verfügung gestellt. Die inhaltliche Sitzung am Veranstaltungstag findet als Webinar statt, das den Studierenden die Möglichkeit zur Nachfrage und Diskussion der Vorlesungsinhalte bietet.

 

01.06.2021 - Freiheit

 

  • Zeit: 10-12 Uhr c.t.
  • Dozenten: Prof. Dr. Christian Volk und Dr. Andreas Schäfer
  • Aus der Vorlesung "Politiktheoretische Terminologie", Institut für Sozialwissenschaften

Die Vorlesung setzt sich in ideengeschichtlicher und systematischer Perspektive mit zentralen politiktheoretischen und politikwissenschaftlichen Begriffen auseinander. Der zweite Themenblock setzt sich mit normativen Evaluationsbegriffen auseinander (Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Legitimität). Ziel der Vorlesung ist es, die Studierenden in die Komplexität und den multidimensionalen Charakter politiktheoretischer Begriffssprache einzuführen, unterschiedliche Verständnisweisen von Begriffen deutlich zu machen und die wissenschaftliche Debatte um diese Begriffe in ersten Ansätzen zu vermitteln.

Den Studierenden wird jeweils eine Woche vor jeder inhaltlichen Sitzung eine Videoaufzeichnung über Moodle zur Verfügung gestellt. Die inhaltliche Sitzung am Veranstaltungstag findet als Webinar statt, das den Studierenden die Möglichkeit zur Nachfrage und Diskussion der Vorlesungsinhalte bietet.

 

14.06.2021 - Sozialisation zu Bewegung, Spiel und Sport

 

  • Zeit: 13.30 - 14 Uhr s.t. (für Rückfragen)
  • Dozentin: Prof. Dr. Ulrike Burrmann
  • Aus der Vorlesung "Erziehungswissenschaft des Sports", Institut für Sportwissenschaft

Der Videovortrag wird etwa eine Woche vor dem Rückfragetermin zur Verfügung stehen.

Die Studierenden werden in der Vorlesung (und dazugehörigem Grundlagenseminar) mit grundlegenden Kenntnissen der Erziehungswissenschaft des Sports/Sportpädagogik vertraut gemacht. Dazu gehören Gegenstand, Aufgaben, Orientierungslinien und Methoden der Erziehungswissenschaft des Sports. Neben historischen Entwicklungslinien setzen sich die Studierenden mit aktuellen erziehungswissenschaftlichen Themen auseinander, wobei exemplarisch erziehungswissenschaftliche Fragestellungen in den Bezugsfeldern Schulsport, Leistungssport, Freizeitsport und Gesundheitssport aufgegriffen und diskutiert werden.

Ausgangspunkt des Vortrags sind zwei Interviewzitate und Fragen, die sich daraus ergeben: Warum hat Philipp etwas dagegen, dass sein Bruder zum Ballett geht? Wie schafft es Dilara, trotz Bedenken der Mutter, weiterhin Fußball im Verein zu spielen? Und warum hört sie später mit dem Vereinssport auf? Warum hören viele Mädchen in der Pubertät mit den sportlichen Aktivitäten in der Freizeit auf und schauen (den Jungen) beim Sporttreiben zu? Auf der Grundlage sozialisationstheoretischer Überlegungen wird auf Geschlechterunterschiede im Sport und mögliche Erklärungsansätze eingegangen.

 

 

29.06.2021 - „Berliner Blau“. Zu den politischen Verflechtungen einer Farbe

 

  • Zeit: 14-16 Uhr c.t.
  • Dozentinnen: PD Dr. Britta Lange und Kerstin Stoll
  • Aus der Vorlesung "Politiken der Farben", Institut für Kulturwissenschaften

Als um 1706 in Berlin in einem Kreis alchemistisch arbeitender Gelehrter zufällig eine leuchtende dunkelblaue Farbe hergestellt wurde, war die maßgeblich involvierte Brandenburgische Societät der Wissenschaften gerade begründet worden (1700). Die preisgünstig herzustellende sowie ungiftige Farbe aus gelbem Blutlaugensalz und Eisen(III)-Salz, die als erster moderner synthetischer Farbstoff gilt, stach schnell das bis dahin in der Malerei gebräuchliche Ultramarin aus, das aus teurem, aus Afghanistan importiertem Lapis Lazuli bestand. Bei der Erstveröffentlichung zu der neuen Farbe durch die nunmehr umbenannte Preußische Akademie der Wissenschaften im Jahr 1710 jedoch wurde die bis dahin wohl genutzte Bezeichnung Preußisch Blau, die auch heute noch gebräuchlich ist, in Berliner Blau geändert. Diese Nomenklatur war der Auftakt zu der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte der Farbe ebenso wie zu einer Reihe weiterer neuer Namen: Nicht nur andere Länder, auch Regionen und einzelne Personen beanspruchten das im 18. Jahrhundert nicht durch ein Patent oder eine Marke geschützte Präparat: Diesbachblau, Turnbulls Blau, Prussian Blue, Bleu de Paris/Bleu de Prusse, Miloriblau, Zwickauer Blau/Sächsischblau, Chinablau.

Der Vortrag geht jenen nationalen und wirtschaftlichen Politiken der Namensgebung nach und verbindet sie mit der Frage nach ihren kulturellen Einschreibungen. Diese werden vor allem dann interessant, wenn das Berliner Blau in koloniale Verstrickungen und Umkehrungen eintritt.

 

30.06.2021 - Natürliche Familie? Konservativer Aktivismus, Rechtspopulismus und Retraditionalisierung

 

  • Zeit: 18-20 Uhr c.t.
  • Dozentinnen: Prof.in Dr.in Maren Behrensen und Prof.in Dr.in Kristina Stoeckl
  • Aus der Ringvorlesung "Religion* Macht Sex*. Geschlechterbilder in den Religionen", Theologische Fakultät

Beschreibung folgt

 

13.07.2021 - "Ich darf N. sagen, weil ich kein Rassist bin - so der Regisseur". Kritische Nachfragen an die Reproduktion von Rassismus im Theater

 

  • Zeit: 16-18 Uhr c.t.
  • Dozentin: Prof. Dr. Marie-Luise Raters
  • Aus der Ringvorlesung "Gesicht zeigen. Strategien gegen Rassismus und Antisemitismus", Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft, Uni Potsdam

Beschreibung folgt

 

Kontakt

Humboldt-Universität zu Berlin
AG Barrierefreie Lehre
barrierefreie-lehre@hu-berlin.de

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