Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin | Über die Universität | Menschen | Wir sind Humboldt | Edda Klipp - Bäckerhefe und Krebsforschung

Edda Klipp - Bäckerhefe und Krebsforschung

Edda Klipp ist seit Oktober 2008 Professorin für Theoretische Biophysik am Institut für Biologie der Humboldt-Universität - an genau dem Institut, wo sie auch Biophysik studiert hat, wo sie promoviert wurde und einen Teil ihrer Postdoc-Zeit verbracht hat.

Danach war die Systembiologin Leiterin der Nachwuchsgruppe Kinetic Modelling sowie der Forschungsgruppe Computational Systems Biology am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin. Sie ist Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs „Computational Systems Biology“ und Partnerin in verschiedenen EU-, BMBF- und DFG-geförderten Forschungsverbünden. Die Forscherin hat ein vielgenutztes Lehrbuch über Systembiologie verfasst und ist Ehrendoktorin der Universität Göteborg.

Zellbiologische und biomedizinische Forschung erzeugt gegenwärtig viele Daten unterschiedlicher Art, Qualität und Bedeutung. Um Zellvorgänge zu verstehen – sei es die Anpassung von Mikroorganismen an Umweltbedingungen oder die Entstehung von Krebs in menschlichen Zellen – muss man die Daten zusammenführen und im Kontext interpretieren.

Edda Klipp und ihr Team entwickeln in enger Kooperation mit Experimentatoren mathematische Modelle für die Zellteilung, Zellkommunikation und Stressantworten. Diese Modelle sollen dabei helfen, biologische Strukturen und die Organisation biologischer Prozesse zu verstehen, und sie können überprüfbare Vorhersagen für neue Experimente liefern. Für Modellorganismen wie E.coli oder die Bäckerhefe gibt es bereits aussagekräftige mathematische Modelle für viele Prozesse. In der Krebsforschung werden solche Modelle mit dem Ziel entwickelt, die Wirkung von Medikamenten nachzuvollziehen, Wirkorte von Medikamenten vorherzusagen oder um zu unterscheiden, warum Medikamente in einem Falle helfen und in einem anderen nicht.

 

Ein guter Arbeitstag beginnt mit …

… viel Tee und einer Tageszeitung.

Mit 18 Jahren wollte ich …

… die Welt kennen lernen und bereisen.

An der Wissenschaft reizt mich …

… die Konfrontation mit neugierigen Menschen und neuen Fragen im Wechsel mit der Vertiefung in komplexe Sachverhalte.

Den Studierenden rate ich …

… sich sowohl für die Grundlagen ihres Faches Zeit. zunehmen als auch früh Kontakt zu den aktuellen Forschungsthemen zu finden.

Ich wünsche mir an der Humboldt-Universität mehr …

… englisch sprechende Kontaktpersonen für ausländische Mitarbeiter in der Verwaltung.