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Astrid Lorenz - „Gelebte Demokratie ist Verfassungspolitik“

Astrid Lorenz ist seit 2004 Professorin für Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität.

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„Wir wissen bis heute fast nichts darüber, nach welchem Muster Politiker die Verfassung ändern, dabei geht es darin um alles, wovon die Demokratie lebt - Rechte, Pflichten, Macht“, sagt Astrid Lorenz. Der Politikwissenschaftlerin geht es darum herauszuarbeiten, welche Motive die Akteure in der Verfassungspolitik leiten, woran sie sich orientieren und wie sie verhandeln.

Astrid Lorenz ist seit 2004 Professorin für Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität. Sie studierte Politikwissenschaft und Osteuropastudien an der Freien Universität Berlin und promovierte 2001 an der Humboldt-Universität mit Ihrer Dissertation zum Thema „Vorwärts in die Vergangenheit? Der Wandel der politischen Institutionen in der Republik Belarus' seit 1991“. Für ihre Habilitationsschrift „Verfassungsänderungen in etablierten Demokratien. Motivlagen und Aushandlungsmuster“ wurde Astrid Lorenz 2009 mit dem Förderpreis der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft für die beste Post-doc-Arbeit ausgezeichnet. Ihre derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind die Demokratieforschung, das politische System der Bundesrepublik unter den Bedingungen der europäischen Integration, politische Entscheidungsprozesse und eben die Verfassungspolitik.

Kürzlich erschien das von Astrid Lorenz mitverfasste und herausgegebene Buch „Neuanfang in Brandenburg“. „Neben einer Analyse des Elitenwandels nach 1989 sind darin Erinnerungen einer repräsentativen Auswahl brandenburgischer Abgeordneter und Regierungsmitglieder der ersten Legislaturperiode enthalten. Sie berichten über ihre Motivation, Politik zu betreiben, über die Aufbauzeit und ihre Erfahrungen mit dem Wandel.“

Ein guter Arbeitstag beginnt mit …

… Kaffee und fünf Minuten Ruhe nach einem turbulenten Morgen mit drei Kindern.

Mit 18 Jahren wollte ich …

… verstehen, wie unterschiedlich Demokratie organisiert sein kann und welche Chancen und Risiken jeweils damit verbunden sind. Deshalb habe ich Politikwissenschaft und Osteuropastudien studiert.

An der Wissenschaft reizt mich …

… die Möglichkeit, komplexe Probleme zu ergründen, das Denken in Alternativen, die Suche nach Mustern, die Freiheit des Geistes.

Den Studierenden rate ich …

… scheinbare Wahrheiten kritisch zu hinterfragen, selbstbewusst mit eigenen Ideen umzugehen und sich nicht von den unzähligen Werken alter Meister entmutigen zu lassen. Es gibt noch vieles zu entdecken!

Ich wünsche mir an der Humboldt-Universität mehr …

… Frauen in strategisch wichtigen Positionen.