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Humboldt-Universität zu Berlin

Zeitmanagement

Ein gutes Zeitmanagement hilft nicht nur, Aufgaben fristgerecht zu erledigen, sondern schützt auch vor Erschöpfung und einseitiger Belastung.
Warum habe ich keine Zeit?

Vielleicht verwenden Sie zu viel Zeit für Aufgaben, die weniger wichtig oder sogar unwichtig sind und aktuell keine Priorität haben. Solche Ablenkungen und Störungen können von außen, aber auch von Ihnen selbst kommen.

Probieren Sie hier, sich selbst zu beobachten, um festzustellen, was sie davon ablenkt oder abhält, Aufgaben wie geplant zu erledigen.

Stellen Sie eine Woche lang am besten schriftlich gegenüber, was sie wann erledigen wollen, ob Sie es geschafft haben oder was sie davon abgehalten hat.

Wie kann ich schaffen, was ich mir vorgenommen habe?

Versuchen Sie, ihre Ziele mit der SMART-Methode zu formulieren:

  • S – spezifisch: das Ziel konkret formulieren
  • M – messbar: genaue Angaben zum Ziel statt vager Formulierung
  • A – aktionsorientiert: motivierendes und positiv formuliertes Ziel
  • R – realistisch: das Ziel sollte anspruchsvoll, aber erreichbar sein
  • T – terminiert: Deadline definieren, bis das Ziel erreicht sein soll.

Diese Methode beinhaltet, dass Sie sich realistische und machbare Ziele setzen, die Sie in einer vorgegebenen Zeiteinheit erfüllen wollen.

Die Ziele sollten möglichst kleinschrittig formuliert sein. Das Ziel: „Ich lerne für die Prüfung und habe den ganzen Tag Zeit“ ist zu grob und ungenau gefasst.

Besser wäre: „Ich lese Seite 5-8 meines Vorlesungsskripts und mache mir Notizen zur Theorie X und Y. Für das Lesen habe ich eine Stunde Zeit und für die Notizen weitere zwei Stunden.“ Achten Sie dabei auf Pausen!

Wie kann ich meinen Studientag strukturiert angehen?

Probieren Sie die ALPEN-Methode aus.

  • - Aufgaben: Schreiben Sie alle Aufgaben/Aktivitäten auf, die anstehen
  • - Länge: Schätzen Sie die Zeit ein, die Sie für die einzelnen Aufgaben brauchen und verdoppeln Sie sie.
  • - Pufferzeit: Verplanen Sie nur 60% Ihrer Zeit und halten Sie sich die restlichen 40% für Unvorhergesehenes frei.
  • - Entscheiden: Priorisieren Sie Ihre Aufgaben.
  • N - Nachkontrolle: Gehen Sie alles noch einmal durch und übertragen Sie Unerledigtes.
Wie kann ich meine Ziele in kleinere Einheiten einteilen?

Überlegen Sie, was das übergeordnete Ziel darstellt, zB: im SoSe 21 den Bachelor abzuschließen

Davon ausgehend überlegen Sie, was dafür noch notwendig ist:

  • Welche Module stehen aus?
  • Welche von diesen Modulen wollen Sie in diesem Semester schaffen?
  • Was ist dafür notwendig, welche Termine und Deadlines gibt es?
  • Müssen Hausarbeiten oder Prüfungen geschrieben werden?
  • Gibt es Referate, die während des Semsters gehalten, Hausaufgaben, die abgegeben werden müssen?
  • Was bedeutet das für die einzelne Woche?
  • Müssen für Seminar 1 Texte gelesen, für das Seminar 2 eine Übung eingereicht werden, Vorlesung 3 und 4 nachbereitet werden?
  • Was bedeutet es für den heutigen Tag? Morgen steht das Seminar an, also sollten Sie noch die Texte lesen? Die Abgabefrist für das Übungsblatt ist heute Nacht und die letzte Aufgabe steht noch aus?
  • Welche Zeiten stehen heute für die Uni zur Verfügung? Teilen Sie die Aufgaben den Zeiten entsprechend zu, z.B.
    • 10-10:30 Uhr: Seite 1-3 des Textes lesen und exzerpieren.  
    • 12-12:30 Uhr: S. 4- 6.
    • 16-17 Uhr: die letzte Aufgabe des Übungsblatts bearbeiten.
Was kann ich gegen Ablenkungen tun?

Finden Sie heraus, an welchem Ort Sie am besten lernen können – in der Bibliothek ist es möglicherweise ruhiger als zu Hause und Ablenkungen sind schon allein durch den Ort reduziert.

Wenn es doch der eigene Schreibtisch sein soll, an dem Sie arbeiten, sorgen Sie zunächst für Ordnung:

Nehmen Sie sich zunächst Zeit dafür, so aufzuräumen, dass Sie wichtige Materialien griffbereit haben. Versuchen Sie die Ordnung am Ende des Tages wieder herzustellen, damit das Lernen am nächsten Tag nicht mit dem Aufräumen des Schreibtisches beginnt.

Für Ablenkungen wie E-Mails, Telefonate und Nachrichten gilt: planen Sie Zeiten ein, in denen Sie sich mit E-Mails und Nachrichten schreiben und Rückrufen beschäftigen können, z.B. von 10-10:15, 13-13:15 und 15-15:15.

Gleiches gilt für die sozialen Medien, auch hierfür können Sie bspw. Pausenzeiten verwenden. Um sicher zu gehen, dass das Handy außerhalb dieser Zeit ablenkt, können Sie ihr Handy in ein anderes Zimmer legen oder in den Flugmodus stellen.

Falls Sie dringende Anrufe erwarten, versuchen Sie beim Klingeln mit wenigen Stichworten zusammen zu fassen, woran Sie gerade arbeiten, sodass Sie nach dem Telefonat schnell wieder in den Stoff kommen. An dieser Stelle können Sie sich aber fragen:

  • Wie oft kommt es vor, dass ein Anruf so dringend ist, dass er sofort beantwortet werden muss?
  • Müssen Sie wirklich immer und überall erreichbar sein oder reicht es, später zurückzurufen?
Wie setze ich Prioritäten?

Überlegen Sie sich, ob Aufgaben wichtig und/oder dringend sind. Ob eine Aufgabe wichtig ist, können nur Sie selbst beantworten: Trägt Sie dazu bei, dass Sie einem Ihrer Ziele näher kommen? Dringende Aufgaben erkennen Sie an einer äußeren Deadline. Sie können dazu das so genannte Eisenhower Prinzip nutzen, in dem sie Aufgaben einteilen in

  • A: Wichtig und dringlich
  • B: Wichtig aber nicht dringlich
  • C: Dringlich aber nicht wichtig
  • P: Weder dringlich noch wichtig

Wichtige und dringliche Aufgaben haben die höchste Priorität, sie müssen sofort oder zumindest sehr schnell erledigt werden.

Der Kaffee hat sich über den Laptop ergossen, morgen steht das Referat an und es gab keine Sicherungskopie der Präsentation? Dann hat das nochmalige Erstellen der Präsentation höchste Priorität!

Bei wichtigen Aufgaben ohne Zeitdruck empfiehlt es sich, eine eigene Deadline zu setzen bzw. Termine festzulegen. Die Hausarbeit zum Seminar X muss laut Dozent*in irgendwann im Laufe des Studiums abgegeben werden, sie wollen aber das Seminar noch in diesem Semester abschließen? Ihre eigene Deadline könnte der 15. September sein. Gleiches gilt für einen Termin bei Zahnärzt*in oder Treffen mit Freund*innen. Planen Sie hierfür feste Zeiten ein.

Dringliche, aber nicht wichtige Aufgaben sollten sie ablehnen oder weiter delegieren. Das Bad in der WG muss geputzt werden, weil die Eltern des Mitbewohners kommen? Dann können Sie diese Aufgabe auch an ihn delegieren.

Eine Aufgabe ist nicht wichtig und auch nicht dringend? Streichen Sie sie von Ihrer to-do-Liste.

Wie lange sollte eine Lern-Einheit dauern?

Auch die Dauer einer Lern-Einheit kann individuell sehr unterschiedlich sein. Wenn Sie bemerken, dass Sie sich bei der Bearbeitung von Aufgaben schnell ablenken, können Sie es mit der Pomodoro-Technik probieren:

  • Definieren Sie zunächst die Aufgabe genau.
  • Stellen Sie sich einen Timer auf 25 Minuten und bearbeiten die Aufgabe 25 Minuten ohne Unterbrechung.
  • Machen Sie dann fünf Minuten Pause und arbeiten dann wieder 25 Minuten an der Aufgabe mit anschließender Pause.
  • Nach vier solcher Einheiten machen Sie eine längere Pause von ca. 30 Minuten und beginnen dann mit einer neuen Vierereinheit.

Diese Einteilung hilft Ihnen dabei, sich ohne Ablenkung auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

Zu welcher Tageszeit sollte ich lernen?

Eine objektive Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Wann Sie sich am besten konzentrieren können kann sich von dem Zeitpunkt unterscheiden, zu dem Ihre Kommilitonen*innen sich am besten konzentrieren können.

Versuchen Sie es wieder mit der Selbstbeobachtung: notieren Sie z.B. eine Woche lang, wann Sie sich gut konzentrieren können und wann es weniger gut geht, zu welchen Tageszeiten Ihnen das Lernen oder Schreiben besser gelingt und wann es ein "Tief" gibt. So können Sie Ihre ganz persönliche Leistungskurve erstellen.

Davon ausgehend können Sie Zeiten entsprechend verplanen: Wenn Sie sich am besten ab dem Nachmittag konzentrieren können, können Sie Lernheiten beispielsweise auf 15-17 und 18-20 Uhr verlegen und den Vormittag für andere Aufgaben nutzen, die nicht so viel Konzentration erfordern.

Was kann ich gegen meine Erschöpfung tun?
  • Achten Sie auf Pausenzeiten und auf einen Feierabend auch in den produktiven Hochphasen. Damit sparen Sie Ihre Kräfte, was v.a. bei längeren Arbeitsprozessen, wie Abschlussarbeiten, wichtig ist. Auch in Prüfungszeiten sollten Sie sich Zeit für soziale Kontakte, Sport und Hobbies gönnen.
  • Sie können sich nach der Drei-Teilung des Tages orientieren: Ungefähr 8 Stunden sind für den Schlaf reserviert; 8 weitere Stunden für das Studium (und ggf. für den Nebenjob, inklusive Pausen) und zuletzt 8 Stunden für Freizeitaktivitäten, soziale Kontakte und die Organisation des alltäglichen Lebens (Einkaufen, Putzen etc.).
Kontakt

Beratungsbüro Nord: Invalidenstr. 110, 3. Etage, Raum 326, Tel. 030 2093-70272. Terminvereinbarung und Informationen: Mi 13:00 bis 14:00 Uhr.

Beratungsbüro Adlershof: Brook-Taylor-Str. 2, Aufgang C, 1. Etage, Raum 1`302, Tel. 030 2093-5585. Terminvereinbarung und Informationen: Di 11:00 bis 12:00 Uhr.

Beratungsbüro Mitte: Unter den Linden 6, Erdgeschoss, Raum 1047. Termine nach Vereinbarung.

Außerdem erreichen Sie uns unabhängig von den o.g. Zeiten

Informationen nach der EU-DSGVO

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