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Klimawoche an der Humboldt-Universität

 

Foto: Matthias Heyde

Die Bewegung Students for Future hat für die Woche vom 25. bis 29. November 2019 bundesweit zu einer Klimastreikwoche an allen Hochschulen aufgerufen, um im hochschulöffentlichen Raum Themen des Klimawandels und der Nachhaltigkeit zu behandeln. Auch an der Humboldt-Universität zu Berlin sind eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Unter anderem werden im Rahmen der Public Climate School Workshops, Seminare und Inputreferate angeboten.

Die HU unterstützt das Engagement ihrer Mitglieder für eine nachhaltig gestaltete Gesellschaft und regt an, dass alle interessierten Lehrenden ihre Lehrveranstaltungen in der nächsten Woche für Fragestellungen des Klimaschutzes öffnen. Nicht für die Lehre benötigte Räume können nach Möglichkeit für Formate der Public Climate School genutzt werden.

Das Präsidium der Humboldt-Universität hat die Lehrenden der Universität gebeten, die Debatte zu unterstützen und die Themen der Public Climate School während der Woche in ihren Lehrveranstaltungen aufzugreifen und mit ihren Studierenden zu diskutieren.

 

Programm „Public Climate School” an der HU

Alle Veranstaltungen finden in der Dorotheenstr. 26, 1. Stock statt.

 

Montag, 25. November 2019, 16 bis 18 Uhr

KEEP COOL Boardgame Workshop, Prof. Klaus Eisenack
 

Dienstag, 26, November 2019, 14 bis 16 Uhr

Energiewende richtig machen (mit Auszubildendenvertretern von Siemens Gasturbinenwerk

 

Mittwoch, 27. November 2019, 14 bis 16 Uhr

Nachhaltigkeit und transparentes Banking, mit Petra Möller, GLS Bank

 

Donnerstag, 28. November 2019

12 bis 14 Uhr, Der ökologische Impact unseres digitalen Alltags (MA-Studienprojekt "Curating the Digital in Everyday Life)

14 bis 16 Uhr, Clean Up – Gemeinsames Saubermachen auf dem Campus Nord

20.30 Uhr, Keynote Klimagerechtigkeit, Prof. Harald Lesch (LMU)

20 bis 22 Uhr, Book-Lecture: „Vom Ende der Klimakrise“. Eine Geschichte unserer Zukunft mit Luisa Neubauer, Fridays For Future

 

Freitag, 29. November 2019

ab 10 Uhr, Zubringerdemo der Berliner Unis und Hochschulen

Globaler Klimastreik

Weitere Informationen auf der Facebookseite von Fridays For Future HU

 

 

Auf dem Weg zur klimaneutralen Universität

 

Die Humboldt-Universität hat als eine der ersten deutschen Hochschulen im Juni 2019 erklärt, die Initiative Fridays for Future an der HU zu unterstützen und den Weg zu einer klimaneutralen Universität zu beschreiten. So arbeitet die HU daran, konkrete Energiesparprojekte aufzusetzen und den Anteil ökologischer Energiequellen zu erhöhen. Zudem soll der Anstieg des Stromverbrauches vermieden werden. Schon jetzt liegt der Anteil von Ökostrom am Gesamtbezug der HU bei ca. 98 Prozent.

Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HU haben im Sommer 2019 - ähnlich wie an anderen Unis in Berlin und Potsdam - Kolleginnen und Kollegen dazu aufgerufen, sich selbst zu verpflichten, Flüge unterhalb von 1000 km zu unterlassen und die Bahn zu nutzen, sofern damit das Ziel in weniger als 12 Stunden erreicht werden kann. Derzeit haben über 500 Kolleg*innen die Selbstverpflichtung unterzeichnet. Grundsätzlich gilt an der HU, dass Bahnreisen für innerdeutsche Dienstreisen das erste Mittel der Wahl und Flugreisen die Ausnahme sind; letztere müssen zudem sehr gut begründet werden.

 

Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre

 

Das Thema Nachhaltigkeit weiter und noch stärker in die Lehre einzubringen, ist der HU und ihren Studierenden sehr wichtig. Aus diesem Grunde gibt es an der HU zum Beispiel das „Studium Oecologicum“ oder die studentische Initiative des Nachhaltigkeitsbüro.

Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerinnen der HU arbeiten interdisziplinär an Themen zu Nachhaltigkeit und Klimawandel, etwa am Integrated Research Institute on Transformations of Human-Environment Systems (IRI THESys). Dort arbeitet auch Dr. Carl-Friedrich Schleussner, der gemeinsam mit prominenten Kolleg*innen regelmäßig in seinen Klimavorlesungen Schülerinnen und Schüler über den Stand der wissenschaftlichen Ergebnisse informiert.

Auch die Nachwuchsforschenden der HU beschäftigen sich mit dem Thema Klimawandel. Beim sechsten Ideenwettbewerbs „Forum Junge Spitzenforscher“ am 20. November 2019 war die HU sehr erfolgreich: drei HU-Teams haben die Jury mit ihren Anwendungsideen zum Thema Klimawandel überzeugt und die drei ersten Plätze erreicht:

  • 1. Platz: Nachhaltiger Gemüseanbau mit nitrifiziertem Urin (HU Berlin)
  • 2. Platz: CO2-Bindung und Umwandlung durch Sonnenlicht (HU Berlin)
  • 3. Platz: Open Access Lehrbuch: Qualitätssteigerung im Gemüsebau (HU Berlin)

 

GreenStartUps der HU

 

 

Nachhaltigkeit und Klima sind nicht nur in Forschung und Lehre präsent, sondern wird auch in der Wirtschaft immer relevanter. Ganz im Sinne der Transferstrategie der Humboldt-Universität haben einige StartUps aus den HU Gründerhäusern zu diesen Themenbereichen ein Geschäftsmodell entwickelt.

Nachhaltige Green StartUps der HU

ELENA International

ELENA International hat das Ziel, ein erneuerbares Energiesystem zu ermöglichen, welches sowohl stabil als auch ökonomisch ist. Hierfür liefert ELENA International validierte Modelle für die Analyse von Systemen, die auf erneuerbaren Energien basieren, und deren Regelung. Die Mission ist die Entwicklung von kundenindividuellen Lösungen für die verschiedenen Phasen der Planung von Stromnetzen: Von der Investitionsplanung zu Betriebsstrategien und der Verbesserung der Netzstabilität.

GreenAdapt

Die GreenAdapt Gesellschaft für Klimaanpassung mbH ist als auf Klimadatenanalysen, Risikoanalysen, Beratungen sowie Klimaanpassungskonzepte spezialisiert. Hauptauftraggeber sind Städte und Landkreise, aber auch für Unternehmen und Schulen bietet GreenAdapt Angebote zur Bewältigung des Klimawandels an. Mit dem "Klimaanpassungsmanager" wird auch eine Management-Software für die Klimaanpassung entwickelt.

Alumni StartUps der HU

Botanicly

BOTANICLY entwickelt eine App, die es für Menschen einfacher macht Pflanzen Zuhause anzubauen. Die App gibt Nutzern persönliche Pflanzenempfehlungen. Dies geschieht durch eine Kombination aus den Wünschen des Nutzers sowie einer Analyse der Standortfaktoren.

Solaga UG

Solaga hat Algenbilder entwickelt, in denen die Algenfilme in der Lage sind Luftschadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub energie- und wartungsarm aufzunehmen. Die Algenbilder sind dekorativ und verbessern die Raumluft in Büroräumen oder auch zu Hause. Die Algen können zudem noch mehr: mit Ihnen kann sogar Biogas hergestellt werden. Dieser von Solaga patentierte Vorgang wird derzeit durch das Unternehmen für die kommerzielle Anwendung entwickelt.