Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin

Kunst in Adlershof

AIR BORNE

Die Klanginstallation AIR BORNE besteht aus 15 auf der Wiesenfläche des Aerodynamischen Parks verteilten Klangkörpern in Gestalt glänzendroter Ellipsoide. Das von ihnen erzeugte Raum-Klang-Gebilde, das sich aus kurzen lauteren Signal- und langen leiseren Flüsterklängen zusammensetzt, ergibt unter Einbeziehung der Umgebungsgeräusche eine Gesamtkomposition von etwa vierjähriger Dauer. Sie soll bei den Vorbeigehenden Assoziationen zur Luftfahrtgeschichte und früheren Geräuschkulisse Adlershofs wecken: Nach der Eröffnung des ersten deutschen Motorflugplatzes in Johannisthal-Adlershof im Jahr 1909 hatte sich der Ort in den 30er Jahren zu einem bedeutenden Standort der Luftfahrtforschung entwickelt, in dessen Zusammenhang auch die noch heute erhaltenen Windkanäle und Motorenprüfstände entstanden.

...weiterlesen

Heads, Shifting

Zwei identische, androgyne Köpfe überragen auf 5 Meter hohen Stelen den Forumsplatz und scheinen das Gelände nachdenklich zu überblicken. Sie strahlen Präsenz und dennoch Distanziertheit aus. Sie sind in Bewegung: Langsam verändern sie ihren Ausdruck, ihre Position zueinander und auch ihre Ausrichtung auf das Umfeld.  Die Veränderungen werden durch Rotation der beiden     horizontale Schnitte zergliederten Köpfe hervorgerufen. Gelegentlich lösen sich die Köpfe in ihrer Form auf und werden zu plastischen Gebilden, deren Oberflächen nur noch als abstrakte Strukturen wahrgenommen werden können, um anschließend in ihre Ausgangsposition zurückzufinden. Die vorbeigehende Betrachterin hält unwillkürlich inne und sinniert über das Paar: Wer begegnet sich hier? Was geht zwischen den beiden vor?

„Kopfbewegung - heads, shifting“ ist ein Projekt der in Berlin lebenden Künstlerinnen Josefine Günschel und Margund Smolka. Für die beiden Künstlerinnen sind Denken, Forschen, Kombinieren, Offenheit und die Fähigkeit, den Blickwinkel zu ändern, zeitlose Charakteristika der Universität, die sie mit ihrem Kunstwerk symbolisieren möchten. Die Kommunikation auf dem Campus findet eine Analogie in den vielfältigen Dialogpositionen der Köpfe: Voneinander abgewandt und scheinbar meditativ in sich gekehrt, einander zugewandt und aufeinander bezogen, in Bewegung oder auch aufgelöst, sollen die Köpfe

Zustände und Prozesse verbildlichen, die sich sowohl auf die Beziehungen der Menschen untereinander als auch auf die für das Forschen, Entdecken und Lernen notwendigen geistigen Kräfte beziehen lassen. Die Künstlerinnen greifen mit ihrer Arbeit den in der Wettbewerbsauslobung formulierten Wunsch auf, einen Beitrag zur Identitätsbildung und Aufenthaltsqualität im Campus Adlershof zu leisten und gleichzeitig auf den historischen Standort der Humboldt-Universität in Mitte zu verweisen.

Josefine Günschel wurde 1960 in Hannover geboren. Sie absolvierte von 1981-1985 die Staatliche Zeichenakademie in Hanau. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte sind ortsbezogene und kinetische Installationen sowie Kunst am Bau-Projekte.

Margund Smolka wurde 1958 in Kiel geboren, hat ab 1981 freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert und 1987 als Meisterschülerin abgeschlossen. Bewegung ist ein wesentliches Element ihrer künstlerischen Arbeit.

... weiterlesen