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Humboldt-Universität zu Berlin

Die Attikaskulpturen

Umstrittenes Erbe. Die Skulpturen auf dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität


Humboldt-Universität mit den Attikaskulpturen
Foto: Barbara Herrenkind/HU

Die Skulpturen auf den Kopfbauten des HU-Hauptgebäudes blicken auf eine wechselhafte Geschichte: Sie befanden sich zunächst auf dem Potsdamer Stadtschloss und stehen nach dessen politisch motivierter Preisgabe seit 1967 am jetzigen Standort. In ihnen spiegeln sich auf exemplarische Weise die Politik, Gewaltgeschichte, Denkmalpflegediskurse und Erinnerungskulturen des 20. Jahrhunderts.

Die hier vereinten Texte sind Kurzfassungen der Referate des gleichnamigen Kolloquiums, das am 21. Oktober 2016 an der Humboldt-Universität stattfand. Ziel dieser Veranstaltung war es, in Zeiten differenzierter Diskurse über Erinnerungskulturen, Denkmalwerte und Shared Heritage die Vielfalt der Perspektivierungen aufzuzeigen und zur langjährigen Diskussion über den weiteren Verbleib dieser Skulpturen einen fachlichen Beitrag zu leisten.

Das Kolloquium wurde von der Präsidentin der Humboldt-Universität, Prof. Dr. Dr. Sabine Kunst, initiiert und von Prof. Dr. Kai Kappel (Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU) mit Dr. Angelika Keune (Kustodie der HU) und Ewald Joachim Schwalgin (Technische Abteilung der HU) ausgerichtet. Die geladenen Referentinnen und Referenten wie deren Texte stehen für das Spektrum der mit den Skulpturen befassten Entscheidungsträger: allen voran die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg als Leihgeber, das Landesdenkmalamt und der Landesdenkmalrat in Berlin sowie die Humboldt-Universität. Zugleich werden profilierte Positionen aus denkmaltheoretischer und aus restauratorischer Sicht präsentiert und das bürgerschaftliche Engagement für eine historisierende Stadtbildpflege in Potsdam vorgestellt.

 

Inhaltsverzeichnis


Die Attikaskulpturen als Geschichtszeugnis und Aufgabe
Prof. Dr. Kai Kappel (Humboldt-Universität)

Vom Stadtschloss auf die Humboldt-Universität
Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh und Saskia Hüneke (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg)

Bestand, Zustand und Maßnahmenkonzeption
Dipl.-Restaurator Eberhard Taube (Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart)

Kontinuität wahren und Diskontinuität reflektieren. Positionen der Berliner Denkmalpflege
Prof. Dr. Jörg Haspel (Landeskonservator Berlin) und Norbert Heuler (Landesamt für Denkmalpflege Berlin)

Die Rückführung als Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements
Dr. Günter Schlusche (Gedenkstätte Berliner Mauer und Stadt Forum Potsdam)

Das Votum des Landesdenkmalrats für die Kontinuität der Geschichte
Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert (TU Berlin; Vorsitzende Landesdenkmalrat Berlin)

Optionen für eine künftige Konservierung und Präsentation
Dr. Angelika Keune (Kustodie der HU Berlin)

Spoliation als kulturelle Praxis im 20. Jahrhundert
Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier (Bauhaus-Universität Weimar)

Vom umstrittenen zum geteilten Erbe?
Prof. Dr. Ingrid Scheurmann (TU Dortmund / Deutsche Stiftung Denkmalschutz Berlin)

 

Ergänzendes Material

 

Die Attikaskulpturen auf dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität. Zur Würdigung und Bewahrung einer Zeitschicht
Prof. Dr. Kai Kappel und Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst (Humboldt-Universität)