Uni­ver­si­da­de de São Pau­lo

Seit 2015 haben sich beide Universitäten zusammengeschlossen, um die Herausforderungen unserer globalisierten Welt gemeinsam anzugehen. Die Universidade de São Paulo wurde 1934 gegründet und ist mit über 90.000 Studierenden die größte öffentliche Universität in Brasilien.

Im Fokus unserer Partnerschaft stehen gemeinsame Forschungsthemen zu globalen Problemstellungen unserer Zeit, wie u.a. Metropolen-, Migrations- und Klimaforschung oder Planetary Health. Seit 2016 haben wir im Zuge der Partnerschaft zahlreiche Workshops in verschiedenen Disziplinen und fast 20 Seed-Funding-Projekte mit insgesamt rund 100 Wissenschaftler*innen und Forscher*innen unterstützt.

Möglichkeiten und Einblicke

Im Rahmen unserer Partnerschaft mit der Universidade de São Paulo (USP) fördern wir in regelmäßigen Ausschreibungen bilaterale Vorhaben, die langfristig strukturbildende Maßnahmen und internationale Netzwerke an beiden Universitäten aufbauen. Die Mittel ermöglichen die Finanzierung kleiner Projekte, Workshops, Konferenzen und Besuche zwischen São Paulo und der HU. Forschende erhalten dadurch die Gelegenheit, mit Kolleg*innen am jeweils anderen Standort zusammenzuarbeiten und gemeinsam Drittmittel einzuwerben. Durch die Förderung soll die Kollaboration zwischen beiden Einrichtungen intensiviert und die Sichtbarkeit und Internationalisierung der beteiligten Fakultäten gestärkt werden.

Humboldt Flexible Funding Strategic Partners: Mit den Flexible Funds fördert die Humboldt-Universität die Anbahnung neuer Kooperationen mit der Universidade de São Paulo in Lehre, Forschung und Verwaltung. Antragsberechtigt sind Professor:innen, Post-Docs und Angehörige der Verwaltung. Pro Initiative können bis zu 5.000 Euro beantragt werden. Die Ausschreibung erfolgt mindestens einmal jährlich mit einer Deadline im Januar.

Sie würden gern mit der USP ein neues Kooperationsprojekt entwickeln oder bestehende Strukturen ausbauen? Das Referat für internationale Hochschulkooperationen bietet einmal im Monat eine Zoom-Sprechstunde für die Anbahnung von Kooperationen mit der Universidade de São Paulo und anderen strategischen Partnern der Humboldt Universität an.
Kommen Sie vorbei: Sprechstunde jeden 1. Donnerstag im Monat von 10:00 – 11:00 Uhr

Allgemeine Hinweise zur Forschungs- und Innovationsförderung in Brasilien erhalten Sie auf der Webseite des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo.

Das Forschungsprojekt "Urbanising Planetary Health" beschäftigt sich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und insbesondere an der inter- und transdisziplinären Schnittstelle mit Stadtforschung und den damit einhergehenden Verhältnissen zwischen Mensch und Umwelt. Es wird von Prof. Sandra Jasper (Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Laura Kemmer (Universidade de São Paulo) geleitet.

Das Projekt will die Zusammenhänge der Gesundheit von Menschen und Ökosystemen für den städtischen Raum greifbar machen. Untersucht werden sowohl Berlin als auch São Paulo (und Rio de Janeiro). Hierbei steht die Erforschung der Auswirkungen von Urbanisierungsprozessen beispielsweise auf die Verschmutzung von Gewässern im Mittelpunkt sowie die spezifisch urbanen Lösungskonzepte und Bewältigungsstrategien dieser Problematiken. Das können groß angelegte Kampagnen zur Umweltsanierung, aber auch zivilgesellschaftliche bottom-up Initiativen städtischer Begrünung sein, die zur Resilienz der Städte beitragen.

Das Projekt wird von Fördermittelgebern (wie z.B. der BUA und dem DAAD) kofinanziert und involviert Bachelor- und Masterstudierende der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universidade de São Paulo. Eine bedeutende Rolle bei dem Forschungsprojekt spielt das Medium "Film" als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Das DFG-geförderte Projekt "Variationen des Konstitutionalismus: Herausforderungen des Liberalismus im Verfassungsvergleich" unter der Leitung von Prof. Philipp Dann lief von März 2020 bis März 2024. Diese Forschungsinitiative, eine Zusammenarbeit zwischen der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universidade de São Paulo im Bereich der Rechtswissenschaften, untersucht die Herausforderungen des liberalen Konstitutionalismus in Deutschland und Brasilien in globaler Perspektive. Die Ziele umfassen die Entwicklung einer vergleichenden Typologie des Konstitutionalismus, die Untersuchung normativer Alternativen und die Theoretisierung der Rolle von Akteur*innen. Die Forschung fokussiert sich auf Demokratie, Wirtschaftsverfassung und offene Staatlichkeit. Eine themenübergreifende Studie analysiert die Rolle von Unternehmen in verschiedenen Konstitutionalismusformen, insbesondere transnationaler Unternehmen. Die Ergebnisse werden in einer deutschen Habilitationsmonografie eingebunden.

Kontakt

Charlotte Koyro

Referentin - Strategische Partnerschaften Nord- und Südamerika und UK | Innovation und Transfer
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Sprechstunde

Die HU-Sprechstunde zu Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen unserer strategischen Partnerschaften findet jeden 1. Donnerstag im Monat von 10:00 – 11:00 Uhr statt.

Abteilung Internationales (VI)

Anschrift

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10099 Berlin

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Telefon : 030 2093-46703