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Humboldt-Universität zu Berlin

Johann Franz Encke

* 23.09.1791 Hamburg, † 26.08.1865 Spandau bei Berlin
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  • 1822 Direktor der Sternwarte in Gotha

  • 1825 Direktor der Sternwarte in Berlin

  • 1826 Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin

  • 1844 Professor für Astronomie an der Universität in Berlin

Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin 1853/54

 

Johann Franz Encke studierte in Göttingen gemeinsam mit dem späteren Verlagsbuchhändler Friedrich Nicolai 1811 bei Carl Friedrich Gauß Mathematik und Physik. 1812 trat er ein Lehramt in Kassel an. Die Stelle eines Beobachters an der Sternwarte auf dem Seeberg bei Gotha übernahm er im Jahre 1816. Direktor der Sternwarte wurde Encke 1822.

Auf Empfehlung von Friedrich Bessel wurde Encke am 27. September 1825 zum Leiter der Sternwarte von Berlin berufen, die seinerzeit in einem Turm des "Dorotheenstädtischen Marstalles" untergebracht war. Die Sternwarte war Teil der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften und wurde als »Königliche Sternwarte zu Berlin betrieben«. Die Ausstattung der Sternwarte genügte keinesfalls den wissenschaftlichen Anforderungen. Daher plante Encke einen Neubau. Mit tatkräftiger Unterstützung von Alexander von Humboldt und der Zustimmung des preußischen Königs Friedrich III. entstand im Süden Berlins – im heutigen Berlin-Kreuzberg – die neue Sternwarte. Sie wurde nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel errichtet und 1835 in Betrieb genommen; Johann Encke wurde ihr erster Direktor. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die durch die jetzt herausragende Ausstattung der Sternwarte möglich waren, legte Encke 1840 in dem Buch "Astronomische Beobachtungen auf der königlichen Sternwarte zu Berlin" nieder.

Die Berliner Universität ernannte ihn 1825 zum Dr. phil. h.c. Johann Encke wurde Mitglied vieler ausländischer Akademien und gelehrter Gesellschaften. Die Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität berief ihn 1844 zum ordentlichen Professor für Astronomie. Encke, dessen bedeutendste Leistungen auf dem Gebiet der rechnenden Himmelskunde liegen, hat sich besonders um die genaue Berechnung von Kometenbahnen verdient gemacht. Gemeinsam mit Friedrich Bessel schuf er in einem Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten (1825–1858) das Sternkartenwerk der Berliner Akademie der Wissenschaften.