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Humboldt-Universität zu Berlin

Max Rubner

* 02.06.1855 München, † 27.04.1949 Berlin
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  • 1885 ao. Professor für Physiologie in Marburg

    1887 Professor für Physiologie in Marburg

    1891 Professor für Hygiene in Berlin

    1906 Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin

Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin 1910/11

 

Max Rubner studierte von 1873 bis 1877 Medizin in München bei Adolf von Baeyer und Carl von Voit. Mit dem Thema "Über die Ausnützung einiger Nahrungsmittel im Darmkanal des Menschen" promovierte er 1878 und war danach unbezahlter Assistent bei Voit. Von 1880 bis 1881 arbeitete er im Physiologischen Institut von Carl Ludwig in Leipzig. Im Jahre 1883 wurde er mit einer Arbeit über die Brennwerte von Nährstoffen in München habilitiert. An der Universität Marburg wurde er 1885 zunächst außerordentlicher Professor und ab 1887 ordentlicher Professor für Physiologie. Auf den berühmten Lehrstuhl von Robert Koch für Hygiene an der Universität Berlin wurde Max Rubner 1891 berufen. Er wechselte innerhalb der Universität 1909 auf den Lehrstuhl für Physiologie von Theodor Wilhelm Engelmann. In dieser Position war er Mitgründer des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Arbeitsphysiologie, dessen Direktor er 1913 wurde. Seine Antrittsrede im Rektoratsjahr 1910/11 an der Universität Berlin hielt er zu dem Thema "Unsere Ziele für die Zukunft".

Rubners Interesse galt besonders der Anwendung physiologischer Methoden im Bereich der Hygiene, zu deren naturwissenschaftlicher Fundierung er beträchtlich beitrug. Mit seinen Arbeiten legte Max Rubner den Grundstein der heutigen Ernährungswissenschaft. 1909 lieferte er mit der Publikation "Kraft und Stoff im Haushalt der Natur" den Nachweis, dass das Gesetz von der Erhaltung der Energie auf den Stoffwechsel von Mensch und Tier angewendet werden kann. Seine experimentellen Arbeiten über den Energiegehalt von Nährstoffen bilden weiterhin die Grundlagen für die heute noch gültigen Kalorientabellen.

Seine grundlegenden Arbeiten zur Hygiene betreffen die Wirkung des Klimas auf den Menschen, die Wohnungs- und Kleidungshygiene sowie die Desinfektionslehre. Sein damals richtungsweisendes "Lehrbuch der Hygiene" erschien 1888–1890.

Max Rubner war Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina zu Halle an der Saale.