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Humboldt-Universität zu Berlin

Clemens August Karl Klenze

* 22.12.1795 Heissum bei Hildesheim, † 14.06.1838 Berlin
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  • 1823 ao. Professor für römische Rechtsgeschichte in Berlin

    1826 Professor für römische Rechtsgeschichte in Berlin

    1833 Mitglied der Berliner Stadtverordneten-versammlung

Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin 1828/29

 

Klenzes wissenschaftliche Laufbahn wurde in großem Maße von seiner freundschaftlichen Verbindung mit dem Juristen Friedrich Karl von Savigny beeinflusst, bei dem er auch nach der Teilnahme an den Befreiungskriegen seine Doktorarbeit schrieb (1820). Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Abhandlungen in Savignys "Zeitschrift für geschichtliche Rechtswissenschaft".

Sein Interesse galt dabei insbesondere der römischen Rechtsgeschichte und dem römischen Strafrecht. Zu seinen Werken gehören das "Lehrbuch der Geschichte des römischen Rechts" (1827), das "Lehrbuch des Strafverfahrens, ein Grundriß aus den Quellen" (1836) sowie sein "Lehrbuch des gemeinen Strafrechts" (1833), die in den 1990er-Jahren als Nachdrucke in der Reihe "Bibliothek des deutschen Strafrechts, Meister der Moderne" teilweise wieder verfügbar gemacht wurden.

Klenze, der 1826 seine nur ein knappes Jahrzehnt währende Professur antrat, war von 1833 bis zu seinem plötzlichen Tod als erster Universitätsprofessor Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung. In dieser Eigenschaft förderte Klenze, der ein Bruder des berühmten klassizistischen Baumeisters Leo Klenze war, die Anlegung eines neuen Stadtteils an der Marschallbrücke bis zur Charité, wirkte am Aufbau des Nikolaushospitals mit und war an der Gründung der Berliner Lebensversicherungsgesellschaft beteiligt. Auch als Mitbegründer des Ostseebades Heringsdorf auf der Insel Usedom machte er sich einen Namen. Darüber hinaus setzte sich Klenze, der zu Vermögen gelangt war, für eine Vielzahl gemeinnütziger Bestrebungen in Berlin ein.

Klenzes Grabstätte befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.