Podiumsdiskussion "Sind wir noch zu retten? Die Welt am Tipping Point"

Freitag, 18.Juli 2008, 19 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität

Teilnehmer: Prof. William Rees (University of British Columbia,
Kanada), Prof. Ron Engel (University of Chicago, USA), Beate Weber
(Ex-Oberbürgermeisterin, Heidelberg), Ralph Fücks (Heinrich Böll
Stiftung). Moderation: Prof. Klaus Bosselmann (University of Auckland,
Neuseeland)

Veranstalter: Global Ecological Integrity Group,
Humboldt-Universität zu Berlin und Heinrich Böll Stiftung.

“Tipping Point” ist der Moment, in dem verhängnisvolle Entwicklungen
unumkehrbar werden. Hat ökonomisches Wachstum die Grenzen ökologischer
Nachhaltigkeit endgültig gesprengt? Stehen wir nun vor dem Kollaps
globaler Ökosysteme und damit menschlicher Existenz? Klimawandel und
“Peak Oil” sind nicht mehr ferne Möglichkeit, sondern konkrete,
tägliche Erfahrung. Doch der Klimawandel ist nur Symptom einer
tiefgreifenden Diskrepanz zwischen menschlicher Existenzbewältigung und
ökologischer Integrität. Was ist schief gelaufen und wie finden wir
zurück auf einen Rettungsweg?

Damit beschäftigt sich vom 16. bis 20.Juli die internationale
Fachtagung “Reconciling Human Existence with Ecological Integrity” an
der Landwirtschaflich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität
zu Berlin. Die Teilnehmer sind in der Global Ecological Integrity Group
(GEIG) zusammengeschlossene Umweltwissenschaftler, Philosophen,
Ökonomen und Juristen. Seit 15 Jahren und in vielen Buchpublikationen
verfolgt GEIG (www.globalecointegrity.net)
naturwissenschaftlich-ethische und politisch-rechtliche Grundfragen auf
der Suche nach ökologischer Integrität als gesellschaftlichem
Leitprinzip. “Reconciling Human Existence with Ecological Integrity”
ist auch der Titel des Jubiläumsbandes mit Beiträgen der weltweit
führenden Experten angewandter Ökologie und Nachhaltigkeit. Das Buch
wird während der Konferenz und der öffentlichen Podiumsdiskussion am
18.Juli vorgestellt.

Die Veranstaltung bietet sowohl ehrliche und radikale Analysen der
Bedrohung unserer Welt wie auch die Diskussion um Alternativen.
Letzlich gibt es keine andere Alternative als die einer ethisch
gebundenen und politisch-rechtlich eingeforderten Umkehr. Sie wäre dann
ein neuer, diesmal bewusst verfolgter “Tipping Point”.

Name: Prof. Dr. Klaus Bosselmann
New Zealand Centre for Environmental Law
University of Auckland
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