Zwei Daten, die die deutsche Geschichte geprägt haben, jähren sich
bekanntlich in diesem Jahr: Vor 60 Jahren wurde die Bundesrepublik und
wenig später die DDR gegründet. Zwanzig Jahre ist es her, seit Günter
Schabowski auf einer Pressekonferenz – fast beiläufig – die Öffnung der
Mauer bekannt gab.
Beide Jubiläen sollen im Rahmen der diesjährigen von der Abteilung
Internationales veranstalteten Sommeruniversität Anlass sein, nach den
Spuren zu fragen, die die politischen Ereignisse von Teilung – Wende –
Wiedervereinigung in der deutschsprachigen Literatur hinterlassen
haben. Autoren aus Ost und West reizte es, sich diesen Themen immer
wieder zuzuwenden und sie aus unterschiedlichen Perspektiven zu
gestalten.
Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller, Mitglied der Akademie der
Künste und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, wird diese
Jubiläen aufgreifen und aus ihrem Roman „Böse Schafe“ lesen, der die
Geschichte einer jungen Frau und ihrer großen Liebe zu einem Junkie
erzählt.
Die etwa 200 Teilnehmer aus 42 Ländern erwartet vom 20. Juli bis 14.
August eine interessante und abwechslungsreiche Zeit in Berlin. Neben
dem Kurs für Germanisten beleuchtet ein weiterer Kurs vor allem die
Themen Berlin, Deutschland und Europa und bietet Vorlesungen in
englischer Sprache an. Neben dem Deutschunterricht mit anderen Facetten
– so wird ein Rapper einige Lehreinheiten gestalten – sind Vorlesungen,
Stadtspaziergänge, Besichtigungen und Workshops mit dem Gorki-Theater
sowie eine Rundfahrt „Berlin im Film aus dem Bus“ vorgesehen. Kulturell
wird das Programm umrahmt mit einem Picknick im Tiergarten und einer
Abschiedsparty in der Kalkscheune.
Weitere Informationen:
href="http://www.international.hu-berlin.de/an_die_hu/sommer-winter-unis/sommeruniversitat">
www.international.hu-berlin.de/an_die_hu/sommer-winter-unis/sommeruniversitat
Sommeruniversität thematisiert deutsche Geschichte
200 Teilnehmer aus 42 Nationen entdecken bis zum 14. August Berlin