Moral ist ein knappes Gut; zumeist zu knapp um hiermit die Korruption
wirksam zu bekämpfen. Glücklicherweise ist Korruption aber ein mühsames
Geschäft, ertragreich nur für den, der die Kunst der Bestechung
beherrscht. Mehr als mögliche Strafen fürchten korrupte Akteure von
ihren Partnern betrogen zu werden oder ihre Reputation der
Verlässlichkeit zu verlieren. Daher setzt erfolgreiche
Korruptionsbekämpfung an diesen Punkten an.
Mit seinem Vortrag liefert Johann Graf Lambsdorff hierzu sowohl
empirische als auch experimentelle Evidenz und zeigt den
Anwesenden zugleich beispielhafte Reformansätze auf.
Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff ist Inhaber des Lehrstuhls für
Volkswirtschaftstheorie an der Universität Passau. Er ist der "Vater"
des Korruptionsindex, den er von 1995 bis 2008 für Transparency
International erstellte. Er studierte Volkswirtschaftslehre, Mathematik
und Soziologie in Frankfurt am Main und Göttingen. 1994 promovierte er
und wurde im Jahr 2000 mit einer Arbeit zu dem Thema "Corruption in
Global Perspective - an Economic Investigation" habilitiert. Sowohl in
seinen Vorlesungen als auch Veröffentlichungen liefert Johann Graf
Lambsdorff weltweit beachtete Ansatzpunkte zur Korruptionsbekämpfung.
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